26.04.2024 21:48:13 - dpa-AFX: SPORT/ROUNDUP: Eisbären Berlin zum zehnten Mal deutscher Eishockey-Meister

BREMERHAVEN (dpa-AFX) - Die Eisbären Berlin sind nach einem Jahr Pause
wieder Meister und auf dem besten Weg zu einer neuen Ära in der Deutschen
Eishockey Liga. Am Freitagabend machte das Team von Trainer Serge Aubin durch
das 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) bei den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven die zehnte
Meisterschaft und den dritten Titel binnen vier Jahren perfekt. Ein spätes Tor
des in der Finalserie überragenden Leo Pföderl (44. Minute) brachte Berlin auf
Kurs. Für den Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 war es bereits der elfte
Scorerpunkt in der nur fünf Partien andauernden Finalserie. Manuel Wiederer
(49.) sicherte fünf Minuten später in einem nervenaufreibenden und spannenden
fünften Finalspiel den vierten Sieg der Serie, die Berlin mit 4:1 gewann.

Die Eisbären, die es nach den Meisterschaften 2021 und 2022 gar nicht in die Playoffs geschafft hatten, waren zuvor bereits so oft Meister in der DEL seit
deren Gründung vor 30 Jahren wie kein anderes Team. In der gesamten Meisterliste
des deutschen Eishockeys schlossen die Berliner nach Titelanzahl zum SC
Riessersee auf. Zwischen 2005 und 2013 hatten sich die Berliner sieben
Meisterschaften erspielt. Seit Beginn dieses Jahrzehnts sind sie nun wieder das
dominierende DEL-Team.

Bremerhaven stand erstmals überhaupt in der Finalserie. Die
Vizemeisterschaft ist das beste Ergebnis der Club-Geschichte. Für Thomas
Popiesch dürfte es das letzte Spiel als Pinguins-Coach gewesen sein. Der
gebürtige Ost-Berliner soll zur kommenden Saison zu den Krefeld Pinguinen in die
zweite Liga wechseln.

Unter Popiesch hatte es Bremerhaven seit dem DEL-Einstieg 2016 stets in die
Playoffs geschafft. In dieser Saison waren die Pinguins das Überraschungsteam
überhaupt in der DEL und schlossen die Hauptrunde als Erster ab. Erstmals seit
zehn Jahren wurde damit der Vorrundenerste am Ende nicht auch deutscher Meister.

Dabei wehrte sich Bremerhaven auch am Freitag wieder mit allen Kräften und
bot den Eisbären einen harten Kampf. Beide Teams hatten bis ins Schlussdrittel
hochklassige Chancen, doch wieder einmal überragten die Torhüter Kristers
Gudlevskis (Bremerhaven) und Jake Hildebrand (Berlin). Immerhin blieb
Bremerhaven erstmals in der Finalserie ein Drittel ohne Gegentor.

Auf den ersten Treffer mussten die 4637 Zuschauern in der ausverkauften
Eisarena allerdings auch im zweiten Durchgang warten. Vor allem Gudlevskis stand
nun unter Beschuss. Der in der regulären Saison zum besten Torhüter gewählte
Lette hatte zudem Glück bei einem Berliner Pfostenschuss.

Wie in allen Finalspielen bislang ging Berlin auch diesmal wieder in
Führung. Pföderls drittes Finaltor brach das Eis. Fünf Minuten später traf
Wiederer und der Treffer hielt auch dem Videostudium der Schiedsrichter stand.
Diese Führung brachte Berlin souverän und sicher über die Zeit./tob/DP/he

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