19.05.2022 19:26:52 - dpa-AFX: Scholz und Rutte: Vorerst nicht mehr als zwölf Haubitzen für Ukraine

DEN HAAG (dpa-AFX) - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der niederländische
Premier Mark Rutte sehen vorerst keine Möglichkeit, der Ukraine mehr als die
zugesagten zwölf Panzerhaubitzen 2000 zu liefern. "Das sehe ich zur Zeit nicht",
sagte Rutte am Donnerstag in Den Haag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Scholz. Dieser wies darauf hin, dass Waffensysteme "nicht einfach verfügbar
gemacht werden können".

Die Zahl zwölf sei nicht zufällig. Sie habe etwas damit zu tun, "dass wir
überlegt haben, wann macht das Sinn, wie viel müssen es sein, damit man daraus
eine funktionierende Einheit schaffen kann", erläuterte Scholz. "Und dann haben
wir beide uns zusammengetan und ein bisschen mehr möglich gemacht, als
eigentlich sonst ginge."

Rutte erklärte, es handele sich bei den Haubitzen nicht um eine Waffenhilfe, die für den sofortigen Einsatz gedacht sei, "sondern eher für eine folgende
Phase der Kämpfe". Ein gutes Training der ukrainischen Soldaten mit diesen
"komplexen Geschützen" sei entscheidend. Die Niederlande hätten zudem noch viele
Rückstände bei ihrer Armee, die sie erst beheben müssten.

Die Niederlande liefern fünf Panzerhaubitzen, Deutschland sieben. Beide
Länder wollen eng beim Training für die ukrainische Armee zusammenarbeiten.
Dieses hat bereits in Deutschland begonnen./ab/DP/he

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