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27.01.2026 09:02:13 - OTS: Allianz Trade / Allianz Trade Inkasso-Ranking: In diesen Ländern ist es ...

Allianz Trade Inkasso-Ranking: In diesen Ländern ist es besonders
schwierig, Schulden einzutreiben - Deutschland erstmals Klassenprimus
Hamburg (ots) -

- 4. Ausgabe des Allianz Trade Inkasso-Rankings: Globale Inkasso-Komplexität
liegt weiterhin auf einem hohen Niveau bei 47,2/100 Punkten (2022: 49/100)
- Etwa 1,1 Billionen US-Dollar (USD) und damit fast die Hälfte der
  internationalen Handelsforderungen ist mit einem sehr hohen oder
  schwerwiegenden Inkasso-Risiko behaftet

- Inkasso-Musterschüler: Deutschland wird Klischees gerecht und sichert sich
Spitzenposition (2022: Platz 2) vor den Niederlanden und Portugal
- Schlusslichter: In Saudi-Arabien, Mexiko und den Vereinigten Arabischen
  Emiraten (VAE) ist es für Exporteure besonders schwierig, offene Forderungen
  einzutreiben

- Potenzial meets Risiko: Selektivität und Augenmaß in Handelszentren der
nächsten Generation

In einer immer stärker fragmentierten Welt, wird es für Exporteure immer
schwieriger, unbezahlte Rechnungen einzutreiben. Die globale Komplexität des
Inkassos liegt mit durchschnittlich 47,2 von 100 Punkten weiterhin auf einem
"hohen" Niveau und damit nur geringfügig unter dem Wert der dritten Ausgabe des
Rankings im Jahr 2022 (49/100). Zu diesem Schluss kommt die vierte Ausgabe des
Inkasso-Rankings[1] des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade. In
dieser Studie wird in einem Ranking die "Inkasso-Komplexität" in 52
Volkswirtschaften bewertet, die insgesamt 90 % des globalen
Bruttoinlandsprodukts (BIP) und Handels ausmachen.

Inkasso-Musterschüler: In Deutschland kommen Unternehmen am besten an ihr Geld

"Deutschland ist aktuell der Inkasso-Musterschüler, gefolgt von den Niederlanden
und Portugal", sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. "In der letzten Ausgabe des Rankings lag Deutschland
noch hinter Schweden auf Rang zwei, hat sich nun aber den Spitzenplatz
gesichert. Deutsche Unternehmen gelten als besonders zuverlässig - das wird nun
auch im Ranking attestiert. Dabei spielt auch das gute Zahlungsverhalten der
hiesigen Unternehmen eine Rolle, aber auch zeitnahe und effiziente
Entscheidungen der Gerichte. Das effizienteste Mittel zum Eintreiben von
Forderungen sind allerdings professionelle vorgerichtliche Verhandlungen. Auch
bestehende Eigentumsvorbehaltsrechte können die Position der Gläubiger in
Insolvenzverfahren erheblich verbessern."

Exportnation Deutschland: Im Ausland kann es haarig werden beim Eintreiben von
Schulden

Am anderen Ende der Skala ist es in Saudi-Arabien, Mexiko und den Vereinigten
Arabischen Emiraten (VAE) für Exporteure besonders schwierig, offene Forderungen
einzutreiben. Bei den wichtigsten deutschen Handelspartnern ist die
Inkasso-Komplexität in China (Platz 48; schwerwiegend: 66 Punkte), der Slowakei
(Platz 45; sehr hoch: 59 P.) und Indien (Platz 44; sehr hoch: 57 P.) am
höchsten.

"Das Eintreiben internationaler Schulden wird häufig unterschätzt", sagt
Bogaerts. "Dabei spielt das gerade in einer exportorientierten Wirtschaft wie
Deutschland eine große, aber sehr unliebsame Rolle. Bei säumigen Zahlern ist es
im Ausland oft nicht mit ein paar Mahnläufen getan. Das Verfahren kann
vielerorts sehr aufwändig sein. In einigen Ländern kann es Monate oder Jahre
dauern, bis die Unternehmen ihr Geld bekommen - wenn überhaupt. Vor allem im
Mittleren Osten, Asien und Afrika kann es kompliziert werden."

Im Risiko: 1,1 Billionen US-Dollar an offenen Handelsforderungen in sehr
komplexen Ländern

Und genau dort sind nach Schätzungen von Allianz Trade viele Forderungen: Etwa
1,1 Billionen US-Dollar (USD) und damit fast die Hälfte der internationalen
Handelsforderungen ist mit einem sehr hohen oder schwerwiegenden Inkasso-Risiko
behaftet.

"Wir schätzen, dass fast die Hälfte (48 %) der internationalen
Handelsforderungen in Ländern mit einer 'sehr hohen' (22 %) oder
'schwerwiegenden' (26 %) Komplexität liegen", sagt Fabrice Desnos,
Vorstandsmitglied von Allianz Trade, zuständig für Credit Intelligence,
Rückversicherung und Bürgschaften. "Im Vergleich zu 2022 ist dies ein
geringfügiger Anstieg (+1 Prozentpunkt), jedoch aufgrund des wachsenden globalen
Handels ein deutlicher Anstieg des absoluten Wertes auf 1,1 Billionen US-Dollar.
Insolvenzverfahren machen nach wie vor den Großteil der Komplexität beim Inkasso
in allen Regionen aus. Insbesondere die lokalen Zahlungsgewohnheiten sind der
Hauptgrund für die Komplexität des Inkassos im Nahen Osten."

Globale Komplexität nimmt leicht ab, aber Inkassoverfahren bleiben große
Herausforderung

Insgesamt ist das Inkasso für Unternehmen, insbesondere für Exporteure, sehr
komplex angesichts der weltweit weiterhin hohen Zahl von Unternehmensinsolvenzen
und der zunehmenden globalen Fragmentierung aufgrund sich verändernder
Handelsmuster, volatiler protektionistischer Tendenzen, geopolitischer
Spannungen und wachsender digitaler Risiken.

Das Ranking des Indexes hat vier Stufen der Komplexität: "gering" (Wert unter
40), "hoch" (zwischen 40 und 50), "sehr hoch" (50 bis 60) und "schwerwiegend"
(über 60). Der weltweite Durchschnitt liegt geringfügig unter dem Wert der
Ausgabe im Jahr 2022 (49/100). Gleichzeitig zeigt sich im Vergleich vor allem
eine geringere Risikostreuung: Ein geringerer Anteil der Länder fällt nun unter
die Kategorien "schwerwiegend" (15 % gegenüber 16 % im Jahr 2022) und "sehr
hoch" (21 % gegenüber 29 %). Dafür haben inzwischen mehr Länder ein "hohes"
Risiko (29 % gegenüber 24 %) sowie ein "geringes" (35 % gegenüber 31 %).

Schlusslichter: Schwierigste Schuldeneintreibung in Saudi-Arabien, Mexiko und
den VAE

Gerichtliche Komplexitäten treten in Westeuropa weniger häufig auf als im Nahen
Osten, in Afrika und Lateinamerika. Diese strukturellen Faktoren erklären, warum
das internationale Inkasso weltweit nach wie vor ein schwieriger Prozess ist,
besonders bei den Schlusslichtern im Ranking Saudi-Arabien, Mexiko und den VAE.

"Internationale Schuldeneintreibung ist in Saudi-Arabien fast dreimal so komplex
wie in Deutschland. Letzteres ist jedoch hinsichtlich des internationalen
Inkassos nicht ganz unkompliziert", sagt Pascal Personne, Leiter der Schadens-
und Inkassoabteilung bei der Allianz Trade Gruppe. "In diesem Zusammenhang hat
sich die Kluft zwischen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern
im Laufe der Zeit, insbesondere in Asien, allmählich verringert, aber sie bleibt
bestehen. Die meisten Industrieländer haben ein 'geringes' Maß an
Inkasso-Komplexität. Im Durchschnitt sind der Nahe Osten und Afrika die beiden
komplexesten Regionen."

Selektivität notwendig für Geschäfte in "Next Generation Trade Hubs"

Inmitten der strukturellen Veränderungen des globalen Handelssystems entstehen
neue Handelszentren, die zu Verbindungsgliedern in neuen Handelsrouten werden,
sowie neue Produktionszentren. Trotz ihrer Attraktivität bleibt die Eintreibung
von Forderungen in diese Märkten jedoch eine Herausforderung für Exporteure, was
die bestehenden Länderrisiken noch verstärkt.

"In einer Welt, die von Geopolitik, Protektionismus und den Auswirkungen des
Klimawandels gespalten ist, beschreitet der globale Handel neue Wege", sagt
Maxime Lemerle, Leiter der Insolvenzanalyse bei Allianz Trade. "Aufstrebende
'Handelszentren der nächsten Generation', darunter die Vereinigten Arabischen
Emirate, Vietnam und Malaysia, weisen mit einer durchschnittlichen Punktzahl von
62 eine 'schwerwiegende' Komplexität beim Inkasso auf. Obwohl diese Märkte im
aktuellen Kontext zunehmend an Bedeutung gewinnen, erfordert dies Selektivität
und ein engmaschiges Kreditmanagement, wenn man erwägt, dort mehr Geschäfte zu
tätigen."

Die vollständige Studie zum Allianz Trade Inkasso-Ranking finden Sie beigefügt
und hier: https://bit.ly/4t0Bxwh

[1] Der Allianz Trade Inkasso-Index ein Maß für den Komplexitätsgrad
internationaler Inkassoverfahren in jedem einzelnen Land auf einer Skala von 0
(am wenigsten komplex) bis 100 (am komplexesten). Der Score basiert auf der
Einschätzung von Inkassoexperten von Allianz Trade weltweit (340) und über 40
objektiven Indikatoren.

Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und
anerkannter Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz
gegen Betrug oder politische Risiken. Allianz Trade verfügt über mehr als 100
Jahre Erfahrung und bietet seinen Kunden umfassende Finanzdienstleistungen an,
um sie im Liquiditäts- und Forderungsmanagement zu unterstützen.

Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die
Allianz Trade Gruppe täglich die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen
kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen. Insgesamt umfassen die
Expertenanalysen Märkte, auf die 92% des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)
entfallen.

Mit dieser Expertise macht die Allianz Trade Gruppe den Welthandel sicherer und
gibt den weltweit über 70.000 Kunden das notwendige Vertrauen in ihre Geschäfte
und deren Bezahlung. Als Tochtergesellschaft der Allianz und mit einem AA-Rating
von Standard & Poor's ist die Holding von Allianz Trade mit Sitz in Paris im
Schadensfall der finanzstarke Partner an der Seite seiner Kunden.

Das Unternehmen ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.800
Mitarbeiter weltweit. 2024 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen
konsolidierten Umsatz von EUR 3,8 Milliarden und versicherte weltweit
Geschäftstransaktionen im Wert von EUR 1.400 Milliarden.

Weitere Informationen auf http://www.allianz-trade.de

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Lage einschließlich der branchenspezifischen Lage für das Kerngeschäft bzw. die
Kernmärkte der Allianz-Gruppe, (ii) die Entwicklung der Finanzmärkte
einschließlich der "Emerging Markets" einschließlich Marktvolatilität,
Liquidität und Kreditereignisse, (iii) die Häufigkeit und das Ausmaß der
versicherten Schadenereignisse einschließlich solcher, die sich aus
Naturkatastrophen ergeben; daneben auch die Schadenkostenentwicklung, (iv)
Stornoraten, (v) Ausmaß der Kreditausfälle, (vi) Zinsniveau, (vii)
Wechselkursentwicklungen einschließlich des Wechselkurses EUR-USD, (viii)
Entwicklung der Wettbewerbsintensität, (ix) gesetzliche und aufsichtsrechtliche
Änderungen einschließlich solcher bezüglich der Währungskonvergenz und der
Europäischen Währungsunion, (x) Änderungen der Geldpolitik der Zentralbanken
bzw. ausländischer Regierungen, (xi) Auswirkungen von Akquisitionen,
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Quelle: dpa-AFX

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