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25.01.2026 10:32:51 - Nach tödlichen Schüssen: Trump attackiert Bürgermeister
MINNEAPOLIS (dpa-AFX) - Nach den tödlichen Schüssen bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis hat Präsident Donald Trump den Bürgermeister und den Gouverneur des Bundesstaats Minnesota attackiert. "Der Bürgermeister und der Gouverneur stacheln mit ihrer selbstgefälligen, gefährlichen und arroganten Rhetorik einen Aufstand an!", schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Trump schrieb mit Blick auf die US-Einwanderungsbehörde ICE auch: "LASST UNSERE ICE PATRIOTEN IHREN JOB TUN!"
Der Gouverneur des US-Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, forderte Trump in einer Pressekonferenz auf, die Kräfte von Minnesota abzuziehen. "Sie säen Chaos und Gewalt." Auf X hatte Walz zuvor geschrieben: "Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt." Minnesota habe es satt.
Der Bürgermeister der Stadt, Jacob Frey - wie Walz ebenfalls ein Demokrat - sagte: "Wie viele Amerikaner müssen noch sterben oder schwer verletzt werden, damit dieser Einsatz beendet wird?" Wenn das Ziel der Mission darin bestehe, für Frieden und Sicherheit zu sorgen, dann bewirke sie genau das Gegenteil.
Am Samstag starb ein Mann nach offiziellen Angaben nach Schüssen von Bundesbeamtenseite. Viele Details des Vorfalls sind noch unklar. Das US-Heimatschutzministerium teilte mit, dass die Beamten auf einem Einsatz unterwegs gewesen seien, der sich gegen einen Ausländer gerichtet habe, der sich illegal in den USA aufhalten soll. Der Getötete ist nach Angaben der örtlichen Polizei vermutlich ein US-Bürger, der in der Stadt lebte. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums soll er bewaffnet gewesen sein.
Bereits Anfang Januar wurde in derselben Stadt eine Frau in ihrem Auto bei einem Einsatz von Beamten der Migrationsbehörde ICE getötet. Die US-Regierung hatte gezielt viele Bundesbeamte nach Minnesota für Einsätze geschickt. Seit Monaten gibt es Protest in vielen US-Städten gegen Razzien der Einwanderungsbehörde ICE, die Teil von Trumps Abschiebepolitik sind./rin/DP/zb
Quelle: dpa-AFX