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06.11.2026 16:42:10 - Ölpreise geben merklich nach - Deutliche Verluste auf Wochensicht

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs hat die Ölpreise am Freitag belastet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent notierte zuletzt bei 97,14 US-Dollar. Damit kostete die Referenzsorte 1,14 Prozent weniger als am Vortag. Zu Handelsbeginn waren die Ölpreise noch gestiegen.

Die USA und der Iran nähern sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg einem möglichen Durchbruch bei den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs an. Teheran zeige sich bereit, über Fragen zu seinem Atomprogramm zu sprechen, die bislang nicht zur Debatte standen, sagte ein mit den Gesprächen vertrauter Diplomat. Der Iran prüfe Vorschläge zu seinen Atomaktivitäten, die vom wichtigsten Vermittler Katar vorgelegt wurden.

US-Präsident Donald Trump sprach kürzlich telefonisch mit Katars Staatsoberhaupt über die Bemühungen um eine Deeskalation. Trump und der katarische Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, sprachen über Katars Bemühungen, die Differenzen zwischen den Kriegsparteien zu überwinden und eine umfassende Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts zu erreichen. Das teilte das Büro des Emirs am Freitag mit.

Auf Wochensicht gaben die Ölpreise deutlich nach. Zum Start hatte der Brent-Preis noch über 110 Dollar je Barrel gelegen. Der Wahlsieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen in den USA schürte die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs.

"Am Ölmarkt herrscht wieder mehr Zuversicht: Sollten die diplomatischen Bemühungen erfolgversprechend aussehen, könnten die Ölpreise sogar noch etwas weiter nachgeben", kommentierten die Rohstoffexperten der Commerzbank. Zudem habe sich die Lage für physischer Öllieferungen entspannt. "Grund hierfür ist das reichliche Rohölangebot aus der Golfregion, das wieder das Vorkriegsniveau erreicht hat." Dies dürfte auch der Bericht der Internationalen Energieagentur (EIA) bestätigen, der in der kommenden Woche veröffentlicht wird.

"Entscheidend ist, ob das Weiße Haus seine Strategie gegenüber dem Iran ändert", sagte Pavel Molchanov, Analyst bei Raymond James, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine dauerhafte diplomatische Einigung, die zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führe, könnte die Ölpreise noch weiter sinken lassen. Allerdings sei weiterhin Skepsis angebracht./jsl/he


Quelle: dpa-AFX

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