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29.10.2026 20:17:10 - Devisen: Euro nach EZB-Entscheid knapp im Plus

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) etwas zugelegt. In der Spitze wurden nach der Entscheidung, dass der Leitzins in der Eurozone unverändert bleibt, 1,1174 US-Dollar bezahlt. Zuletzt lag der Kurs dann noch knapp im Plus mit 1,1163 Dollar. Zum Zeitpunkt der EZB-Ankündigungen hatte die Gemeinschaftswährung mit 1,1105 Dollar den niedrigsten Stand seit Mai erreicht.

Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1130 (Mittwoch: 1,1133) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8984 Euro.

Trotz der stark gestiegenen Inflation bleibt der entscheidende Einlagenzins der EZB vorerst bei 2,5 Prozent, was auch den Erwartungen entsprach. Laut dem NordLB-Fachmann Christian Lips halten sich die Notenbanker die Tür für eine weitere Straffung offen. Am Markt wird jetzt eine weitere Leitzinserhöhung im Dezember erwartet, was Lips teilt. "Die EZB kann sich die Zeit nehmen, um die Inflationsentwicklung bis zur kommenden Sitzung abzuwarten und zu bewerten", kommentierte Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust.

Kurz vor Verkündung der Zinsentscheidung hatte die Notenbank bekanntgegeben, dass ihre Präsidentin Christine Lagarde im Februar vorzeitig zurücktreten wird. Damit bestätigten sich jüngste Gerüchte. Zuletzt hatten sich Hinweise verdichtet, die Französin könnte die Führung des Weltwirtschaftsforums in Davos übernehmen. Noch vor der Frankreich-Wahl im April macht sie den Weg für eine Neubesetzung frei.

Konstantin Veit, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Pimco, verspricht sich von ihrem vorzeitigen Rückzug keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. Es sei aber noch zu früh, um abzusehen, wer letztlich als Nachfolger in die engere Auswahl kommen wird. "Wir gehen davon aus, dass die Wahl auf einen Kandidaten aus der Mitte fallen dürfte, der Lagardes inklusiven und konsensorientierten Führungsstil fortführt", so Veit.

Konjunkturdaten aus den USA bewegten den Devisenmarkt kaum. Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal etwas stärker gewachsen als erwartet. Die annualisierte Wachstumsrate von 3,4 Prozent ist die höchste seit einem Jahr. "Ein Ende des starken US-Wachstums zeichnet sich vorerst nicht ab", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. "Hierfür sind die Investitionen in die Künstliche Intelligenz schlicht zu hoch."/tih/he


Quelle: dpa-AFX
Name WKN Börse Kurs Datum/Zeit Diff. Diff. % Geld Brief Erster Schluss
US DOLLAR - Europäische Zentralbank 1,1130 29.10.26 16:00:34 -0,0003 -0,03% 1,1130 - 0,0000 1,1133
EUR/USD 965275 Forex vwd 1,1175 29.10.26 22:33:01 +0,0024 +0,22% 1,1171 1,1180 1,1151 1,1151

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