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28.10.2026 08:02:05 - OTS: KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft / Automobilmanager erwarten bis ...

Automobilmanager erwarten bis 2035 eine neue globale
Wettbewerbsordnung
Berlin (ots) - 26 Ausgabe des "KPMG Global Automotive Executive Survey" zeigt:
Technologie entscheidet künftig über Marktführerschaft, während China seinen
Einfluss in der Automobilindustrie weiter ausbaut.

- 51 Prozent der Führungskräfte erwarten, dass Software und digitale
  Technologien bis 2035 zum wichtigsten Differenzierungsmerkmal ihres
  Unternehmens im Wettbewerb werden.

- 49 Prozent bezeichnen ihre softwaredefinierten Produkte und
Over-the-Air-Funktionen bereits als etabliert oder fest verankert.
- Nur 36 Prozent der KI- und Softwareinitiativen wurden erfolgreich über die
Pilotphase hinaus skaliert.
- 92 Prozent der Unternehmen benötigen mindestens zwölf Monate, um eine neue
KI-, Digital- oder Softwarelösung unternehmensweit einzuführen.
- 57 Prozent der Führungskräfte im asiatisch-pazifischen Raum berichten von
  erheblichen Investitionen in KI und neue Technologien, gegenüber 52 Prozent in
  Europa und 48 Prozent auf dem amerikanischen Kontinent.

- Fast die Hälfte der Führungskräfte erwartet, dass bis 2035 sechs der zehn
größten Automobilhersteller der Welt ihren Hauptsitz in China haben werden.

Software und digitale Technologien werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor
in der Automobilindustrie. Zugleich gehen Führungskräfte zunehmend davon aus,
dass China künftig eine führende Rolle in der Branche spielen wird. Das zeigt
die 26. Global Automotive Executive Survey von KPMG International. Für die
Studie wurden weltweit 775 Führungskräfte aus der Automobilindustrie befragt. 51
Prozent erwarten, dass Software und digitale Technologien bis 2035 zum
wichtigsten Differenzierungsmerkmal ihres Unternehmens im Wettbewerb werden. 48
Prozent rechnen zudem damit, dass bis dahin sechs der zehn größten
Automobilhersteller der Welt ihren Hauptsitz in China haben werden.

Diese Erwartungen entstehen vor dem Hintergrund tiefgreifender Umbrüche, die die
Wettbewerbslandschaft der Branche gleichzeitig verändern. Die Ergebnisse zeigen,
dass sich die Führungskräfte auf ein Jahrzehnt überlagernder Veränderungen
einstellen: Technologie, Geopolitik, Nachhaltigkeit, operativer Druck,
Kundenerwartungen und neue Geschäftsmodelle wirken gleichzeitig und mit
vergleichbarer Intensität auf die Branche ein. Das Zusammenwirken dieser
Umbrüche macht Transformation zugleich von einem zeitlich begrenzten Programm
zum dauerhaften Betriebsmodell der Branche: 52 Prozent stimmen der Aussage zu,
dass kontinuierliche Transformation inzwischen zur Normalität gehört.

"Führungskräfte in der Automobilindustrie müssen derzeit mehrere grundlegende
Veränderungen gleichzeitig bewältigen - von Technologie und Geopolitik bis hin
zu veränderten Kundenerwartungen und neuen Geschäftsmodellen. Diese
Entwicklungen greifen zunehmend ineinander und erfordern oft dieselben
Ressourcen und dieselbe Aufmerksamkeit des Managements. Unternehmen, denen es am
schnellsten gelingt, Technologie in Kundennutzen zu übersetzen und zugleich
flexibel auf unterschiedliche Märkte zu reagieren, werden die nächste
Entwicklungsphase der Branche anführen", sagt Andreas Ries, Global und
Deutschland Head of Automotive bei KPMG .

Technologie ordnet den Wettbewerb in der Automobilindustrie neu

Der Wettbewerb verlagert sich in Richtung KI, fortschrittlicher
Fahrerassistenzsysteme, intelligenter Cockpits, softwaredefinierter Fahrzeuge
und vernetzter Dienste. 51 Prozent erwarten, dass Software und digitale
Technologien bis 2035 zum wichtigsten Differenzierungsmerkmal ihres Unternehmens
im Wettbewerb werden. 49 Prozent bezeichnen ihre softwaredefinierten Produkte
und Over-the-Air-Funktionen bereits als etabliert oder fest verankert. 42
Prozent sehen einen vergleichbaren Reifegrad bei ihrer übergreifenden Strategie
für softwaredefinierte Fahrzeuge.

Die Umsetzung bleibt jedoch die entscheidende Lücke. Im Durchschnitt wurden nur
36 Prozent der KI- und Softwareinitiativen über die Pilotphase hinaus skaliert
und unternehmensweit eingeführt. 92 Prozent der Unternehmen benötigen mindestens
zwölf Monate, um eine Digital-, Software- oder KI-Lösung im gesamten Unternehmen
auszurollen. Mehr als ein Drittel braucht dafür über zwei Jahre.

Auch regional entwickeln sich die Kompetenzen unterschiedlich schnell. 57
Prozent der Führungskräfte im asiatisch-pazifischen Raum berichten von
erheblichen Investitionen in KI und neue Technologien, gegenüber 52 Prozent in
Europa und 48 Prozent auf dem amerikanischen Kontinent. Der asiatisch-pazifische
Raum führt bei der Integration von autonomem Fahren und Fahrerassistenzsystemen
mit 52 Prozent. Europa und der amerikanische Kontinent liegen jeweils bei 44
Prozent. Bei der KI-Governance erreicht die Region 50 Prozent, verglichen mit 45
Prozent in Europa und 39 Prozent auf dem amerikanischen Kontinent.

Technologieführerschaft wird jedoch längst nicht mehr allein durch interne
Kompetenzen bestimmt. Mit der Weiterentwicklung von Automobilsoftware, KI und
vernetzten Diensten erkennen Unternehmen zunehmend, dass ihre künftige
Wettbewerbsfähigkeit nicht nur von Technologieinvestitionen, sondern ebenso von
der Stärke ihrer Ökosysteme abhängt. Der Anteil der Wertschöpfung, der durch
externe Partnerschaften und Ökosysteme ermöglicht wird, dürfte innerhalb von
drei Jahren von heute 30 Prozent auf 44 Prozent steigen.

Auch Vertrauen wird zu einem wichtigen Differenzierungsmerkmal: Die Hälfte der
Führungskräfte geht davon aus, dass das Vertrauen in digitale und vernetzte
Funktionen in den kommenden drei Jahren maßgeblich darüber entscheiden wird,
welche Unternehmen sich durchsetzen.

China rückt ins Zentrum der Automobilindustrie

Die technologiegetriebene Verschiebung der Wertschöpfung prägt auch die
Erwartungen der Führungskräfte an eine neue globale Wettbewerbsordnung. Ein
wachsender Anteil der Befragten geht davon aus, dass China in der weltweiten
Automobilindustrie eine noch einflussreichere Rolle spielen wird. Fast die
Hälfte erwartet, dass im Jahr 2035 sechs der zehn größten Automobilhersteller
ihren Hauptsitz in China haben werden.

Die Analyse verweist auf Chinas wachsende Kompetenzen bei Elektrifizierung,
Software und digitaler Innovation. Damit gewinnt das Land bei
technologiegetriebenen Wertschöpfungsfeldern der Automobilindustrie weiter an
Einfluss. Die Erwartung einer stärkeren chinesischen Präsenz ist Teil einer
breiteren Verlagerung hin zu technologiegetriebener Wertschöpfung im
asiatisch-pazifischen Raum.

Der Bericht zeigt außerdem, dass sich die Wertschöpfung über das Fahrzeug hinaus
erweitert. Führende Unternehmen nutzen ihre Kompetenzen, um Chancen unter
anderem in den Bereichen Energiespeicherung, Verteidigungsanwendungen, vernetzte
Dienste und Finanzdienstleistungen zu erschließen.

"Die Wettbewerbslandschaft der Branche wird neu geordnet. Technologie verändert,
was Kunden wichtig ist, wie sich Unternehmen differenzieren und wo künftig neue
Ertragspotenziale entstehen können. Chinas wachsender Einfluss ist eines der
deutlichsten Signale für diesen Wandel. Erfolg hängt jedoch von mehr ab als von
Standort oder Größe: Entscheidend sind die Fähigkeit, Technologien wirksam
einzusetzen, die richtigen Öko-systeme aufzubauen und sich an zunehmend
unterschiedliche Märkte anzupassen", sagt Nicolas Nowicki, Partner bei KPMG
Frankreich und Head of Automotive für die EMA-Region.

Pressekontakt:

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Clemens Reisbeck
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OTS: KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


Quelle: dpa-AFX

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