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12.10.2026 13:59:13 - Ölpreise drehen in die Gewinnzone - Brent über 106 US-Dollar
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag gestiegen und haben damit an die Kursgewinne der vergangenen Woche angeknüpft. Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch leicht gefallen waren, drehten sie im Tagesverlauf. Zuletzt wurde ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent aus der Nordsee bei einem Tageshoch von 106,35 US-Dollar gehandelt und damit etwa anderthalb Prozent höher als am Freitag.
Am Markt wurde auf die jüngste Entwicklung im Krieg zwischen der Ukraine und Russland verwiesen. Zuletzt hatte der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky erklärt, dass es in den vergangenen Tagen keine Berichte über Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur gegeben habe. Selenskyj machte deutlich, dass ein etwaiger Stopp von Angriffen auf Anlagen der Energieinfrastruktur auf Gegenseitigkeit beruhen müsse.
Der US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erneut einen "Energie-Waffenstillstand" zwischen beiden Ländern angekündigt. Mittlerweile sieht die Führung der von Russland mit dem Krieg überzogenen Ukraine aber bereits einen Verstoß gegen die von Trump verkündete Verabredung. Kiew beschuldigte das russische Militär, seine Attacken auf das Nachbarland fortgesetzt und ein Heizkraftwerk schwer getroffen zu haben. Darüber hinaus hat Russland die von Trump angekündigte Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieobjekte im Ukraine-Krieg nicht bestätigt.
"Die Händler scheinen sich derzeit unsicher zu sein, in welche Richtung sie sich orientieren sollen, und das kann man ihnen kaum verdenken", kommentierte Ole Sloth Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank das Handelsgeschehen. Seiner Einschätzung nach dürfte ein möglicher Anstieg der russischen Dieselexporte und der von Trump behauptete "Energie-Waffenstillstand" kaum nennenswerte Auswirkungen haben. Vielmehr bleibe die geopolitische Lage im Nahen Osten mit der Behinderung von Öltransporten durch die Straße von Hormus das Hauptproblem am Ölmarkt./jkr/mis
Quelle: dpa-AFX