WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat die Woche mit klaren Zuwächsen und einem erneuten Schlussrekord gestartet. Der Leitindex ATX
gewann am Montag zu Handelsschluss 0,69 Prozent auf 6.905,36 Punkte. Zwischenzeitlich lag er bereits bei über 6.910 Zählern. Der breitere ATX Prime legte 0,61 Prozent auf 3.390,08 Einheiten zu. Die europäischen Börsen erholten sich gegen Handelsende teilweise von ihren Tagesverlusten.
Wien ließ sich auch von der Situation im Iran-Krieg nicht die Stimmung verderben, die einmal mehr international der Spielverderber war. Der gegenseitige Beschuss geht weiter, ebenso die Schuldzuweisung. Der Ölpreis steigt dementsprechend.
Diese Woche rückt besonders der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in den Fokus der Anleger. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent gilt laut Marktbeobachtern als ausgemacht. Über den September hinaus bleibe der geldpolitische Ausblick jedoch offen, da sich die Währungshüter nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad festlegen wollen. Dies gelte auch für die US-Notenbank, die allerdings erst in der kommenden Woche entscheidet.
Zudem ist in Deutschland die Produktion im Juli überraschend gefallen. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 1,1 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist das größte Minus seit August 2025. Keine Impulse gab es aus den USA wegen eines Feiertags.
Kaum Nachrichten gab es zu Unternehmen aus Wien. Der Halbleiterhersteller AT&S konnte an den starken Wochenschluss anschließen und verbuchte an der ATX-Spitze ein Plus von 5,6 Prozent. AT&S profitierten dabei auch von internationalen Vorgaben. Am unteren Ende des Leitindex notierten Do&Co mit minus 1,7 Prozent.
In unterschiedliche Richtungen bewegten sich die schwer gewichteten Bankenwerte. Bawag zogen 0,7 Prozent in die Höhe, Erste Group stiegen um 0,6 Prozent. Raiffeisen Bank International (RBI) rutschten hingegen mit 0,5 Prozent ins Minus.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten stiegen die OMV -Aktien dank dem Rückenwind gestiegener Ölpreise um 1,0 Prozent. Im Gewinnbereich waren auch die Bauwerte. Strabag stiegen um 2,3 Prozent, Porr um 1,0 Prozent und Wienerberger um leichte 0,1 Prozent./moe/ste/APA/jha
Quelle: dpa-AFX