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29.07.2026 12:15:52 - Bafin überwacht KI-Einsatz in Banken und Versicherungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Finanzaufsicht Bafin schaut der Finanzbranche beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ab sofort genauer auf die Finger. Auf Basis einer europäischen Verordnung erhält die Behörde vom deutschen Gesetzgeber weitere Kompetenzen, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mitteilte.

"Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Grundrechte beim Einsatz von KI geschützt werden. Die Bafin wird zum Beispiel dafür sorgen, dass alle einen fairen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben und niemand durch KI diskriminiert wird", sagte Bafin-Präsident Mark Branson. Der Innovation im Weg stehen will die Behörde aber nicht.

KI wird in immer mehr Bereichen eingesetzt

Chatbots in der Kommunikation mit Kunden, Prüfung der Kreditwürdigkeit, Risikobewertung in der Lebens- und Krankenversicherung: Künstliche Intelligenz wird von Banken und Versicherern an vielen Stellen eingesetzt. Die Bafin will sich beispielsweise stichprobenhaft Anwendungen anschauen, die viele Finanzunternehmen an besonders relevanten Stellen einsetzen, wie Bafin-Experte Jens Obermöller erläutert.

"Wir überwachen, ob die Unternehmen die Transparenzpflichten und Regelungen zu verbotenen KI-Praktiken einhalten", sagte Obermöller. "Und wir schauen uns an, ob die Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern." Damit lege die Aufsicht sofort los.

Im Fall von Verstößen drohen Bußgelder

Von Dezember 2027 an kümmert sich die Bafin den Angaben zufolge dann auch um sogenannte Hochrisiko-KI. Dazu zählen Systeme, die Versicherer einsetzen, um die individuellen Zuschläge von Kunden in der Krankenversicherung zu berechnen oder Banken zur Bonitätsprüfung bei Kreditanfragen.

Wenn Unternehmen die Anforderungen der europäischen KI-Verordnung nicht erfüllen, kann die Bafin im äußersten Fall Bußgelder bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des Jahresumsatzes verhängen.

Obermöller betonte zugleich: "Es bleibt viel Raum für Innovation. Dafür sind Reallabore und Tests unter Realbedingungen vorgesehen. In diesen geschützten Räumen können Unternehmen neue Anwendungen erproben." Wichtig sei der Bafin, beim Einsatz von KI "die richtige Balance zwischen Innovationsförderung und Schutz der Grundrechte zu finden"./ben/DP/mis


Quelle: dpa-AFX
Name WKN Börse Kurs Datum/Zeit Diff. Diff. % Geld Brief Erster Schluss
ALLIANZ SE NA O.N. 840400 Xetra 428,100 29.07.26 13:34:45 -4,300 -0,99% 428,000 428,200 432,200 432,400
DEUTSCHE BANK AG NA O.N. 514000 Xetra 32,005 29.07.26 13:35:28 +1,070 +3,46% 32,000 32,010 32,210 30,935
MUENCH.RUECKVERS. NA O.N. 843002 Xetra 521,600 29.07.26 13:34:30 -5,400 -1,02% 521,600 521,800 526,800 527,000
COMMERZBANK AG CBK100 Xetra 36,820 29.07.26 13:35:34 -0,770 -2,05% 36,810 36,820 37,670 37,590
ING GROEP NV EO -,01 A2ANV3 Xetra 29,005 29.07.26 13:34:26 -0,125 -0,43% 29,005 29,025 29,245 29,130

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