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21.07.2026 13:00:33 - Dobrindt offen für Alkoholverbot an Bahnhöfen

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zeigt sich offen für das von der Deutschen Bahn geplante Alkoholverbot an allen 5.400 Bahnhöfen in Deutschland. "Erst mal ist es aus meiner Sicht ein diskussionswürdiger Vorschlag", sagte der CSU-Politiker in Berlin. Er machte zugleich deutlich, dass er noch offene Fragen sieht, über die er mit Bahnchefin Evelyn Palla sprechen wolle. "Aber es ist keine Idee, die man vom ersten Moment an direkt in die Tonne treten sollte."

Bahn will Alkoholverbot auf alle Bahnhöfe ausweiten

Nach einem "Bild"-Bericht soll es künftig bundesweit untersagt sein, auf Bahnsteigen oder in Bahnhofshallen außerhalb der Bahnhofsgastronomie Bier, Wein oder Schnaps zu trinken. Die flächendeckende Umsetzung soll bis zum 15. Oktober 2026 abgeschlossen sein. Die Bahn bestätigte die Pläne auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Bahnchefin Palla sagte zu "Bild": "Es reicht. Genug ist genug. Wir greifen jetzt noch härter durch. Wir wollen mehr Ordnung und Sicherheit auf unseren Bahnhöfen und in unseren Zügen. Für mich zählt nur eins: der Schutz unserer Kollegen und unserer Reisenden."

Dobrindt: Durchsetzung eines Alkoholverbots schwierige Frage

Er verstehe das Anliegen, mit einem Alkoholverbot möglicherweise das Aggressionspotenzial an Bahnhöfen zu verringern, sagte Dobrindt in der Bundespressekonferenz. Er werde sich dieser Debatte nicht verwehren. Die Frage der Durchsetzung eines solchen Verbots sei allerdings "eine problematische". Er würde auch gern mit Palla darüber sprechen, welche Grundlage ihr Vorstoß habe und welche Informationen und Studien sie vielleicht zu dieser Idee veranlasst haben.

Für die Sicherheit an Bahnhöfen ist neben den DB-Sicherheitskräften die Bundespolizei zuständig. Diese untersteht dem Bundesinnenministerium. Bislang gilt ein Verbot des Alkoholkonsums vor allem an großen deutschen Bahnhöfen wie Frankfurt, Hamburg oder Köln./sk/DP/mis


Quelle: dpa-AFX

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