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15.07.2026 11:10:45 - Absatzkrise der Autobauer - nicht nur VW und Co. verlieren

BERGISCH GLADBACH (dpa-AFX) - Die deutschen Autobauer haben im ersten Halbjahr deutlich an Absatz eingebüßt. Sie sind damit einer Studie zufolge aber nicht allein. Fast alle großen Hersteller meldeten rückläufige Verkäufe, ergibt eine aktuelle Auswertung des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach. Von 20 untersuchten Herstellern waren demnach 14 im Minus.

Die bereits bekannten Absatzrückgänge der deutschen Konzerne VW , Mercedes-Benz und BMW liegen allesamt über dem Durchschnitt der 20 größten Hersteller weltweit, den das CAM mit minus 2,8 Prozent angibt. Es gibt in dieser Gruppe allerdings auch sechs Konzerne, die es teils deutlich härter getroffen hat.

"Die globale Automobilindustrie tritt in eine neue Phase der Marktbereinigung ein", sagte CAM-Direktor und Studienleiter Stefan Bratzel. "Wem es nicht gelingt, sich schnell den neuen Markt- und Technologiebedingungen anzupassen, droht längerfristig auszuscheiden." Das Jahr 2026 dürfte deshalb "zu einem weiteren Beschleuniger der Konsolidierung und Restrukturierung in der globalen Automobilindustrie werden", so Bratzel weiter.

BYD leidet unter China-Schwäche

Die deutschen Hersteller litten im ersten Halbjahr unter starken Rückgängen im für sie wichtigen chinesischen Markt. Dessen Schwäche und der sehr starke Wettbewerb treffen die heimischen Hersteller allerdings teils noch härter. Der lange erfolgsverwöhnte Platzhirsch BYD büßt dort laut der Untersuchung 39 Prozent ein - das können auch steigende Exporte nicht ausgleichen. Weltweit steht ein Minus von 15,7 Prozent.

Toyota als weltweite Nummer eins baute seinen Vorsprung vor VW aus, mit 3,1 Prozent lag das Minus dort nur halb so hoch wie bei den Wolfsburgern, die konzernweit inklusiver aller Töchter 6,5 Prozent verloren. Hyundai als weltweite Nummer drei ist den Wolfsburger immer dichter auf den Fersen: Die Südkoreaner büßten 1,6 Prozent ein und verkürzten damit den Abstand zu VW.

Zusammen verkauften die 20 Konzerne 1,1 Millionen Autos weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Einzelne Konzerne konnten auch deutlich zulegen - unter anderem Tesla , Stellantis oder Suzuki . Teilweise stecken dahinter aber auch besonders schwache Vergleichszahlen aus dem Vorjahr./fjo/DP/men


Quelle: dpa-AFX
Name WKN Börse Kurs Datum/Zeit Diff. Diff. % Geld Brief Erster Schluss
BAY.MOTOREN WERKE AG ST 519000 Xetra 57,320 15.07.26 12:14:14 ±0,000 ±0,00% 57,280 57,320 57,100 57,320
VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 766403 Xetra 71,820 15.07.26 12:14:17 -0,060 -0,08% 71,800 71,820 71,420 71,880
MERCEDES-BENZ GRP NA O.N. 710000 Xetra 45,070 15.07.26 12:14:11 -0,040 -0,09% 45,060 45,075 44,940 45,110
BYD CO. LTD H YC 1 A0M4W9 Frankfurt 9,830 15.07.26 12:10:22 +0,242 +2,52% 9,831 9,854 9,759 9,588
TOYOTA MOTOR CORP. 853510 Frankfurt 15,144 15.07.26 10:00:39 -0,498 -3,18% 15,200 15,526 15,210 15,642

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