APA ots news: IWF und Österreich verlängern Vereinbarung zur gemeinsamen Arbeit am Joint Vienna Institute
Wien (APA-ots) - Mit dem Joint Vienna Institute (JVI) hat Wien seit über
drei
Jahrzehnten ein internationales Zentrum des Dialogs, des Lernens und
der Kooperation rund um wirtschaftliche und politische Fragen. Am 18.
Juni haben der IWF und Österreich die Vereinbarung zur gemeinsamen
Arbeit am JVI für die nächsten vier Jahre erneuert. Unterzeichnet
wurde die Vereinbarung von Kristalina Georgieva, Direktorin des
Internationalen Währungsfonds (IWF), Finanzminister Markus
Marterbauer sowie Martin Kocher und Edeltraud Stiftinger, Gouverneur
bzw. Vize-Gouverneurin der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).
"Dass wir die Zusammenarbeit am JVI fortführen zeigt, wie viel
Bedeutung der IWF und Österreich dem Wirkungsbereich des Instituts
beimessen: Schließlich ist es die Mission des JVI, führende
Persönlichkeiten des öffentlichen Sektors in der Zielregion mit den
Instrumenten, dem Wissen und den Netzwerken auszustatten, die für den
Aufbau innovativer, inklusiver und widerstandsfähiger
Volkswirtschaften erforderlich sind", sagte Georgieva. "In einer
zunehmend komplexen und unsicheren Welt ist es unerlässlich, in die
nächste Generation von Entscheidungsträger:innen zu investieren. Der
IWF ist sehr dankbar für Österreichs anhaltendes Engagement rund ums
JVI und für alles, was Expert:innen aus Wien in der Region leisten.
Das JVI ist eine wichtige Säule des globalen IWF-Netzwerks zum
Kapazitätsaufbau."
"Die vom JVI unterstützte Region umfasst einige unserer engsten
Wirtschaftspartner sowie Länder, die für Österreich und die EU
zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Aufbau von Kapazitäten innerhalb
der staatlichen und geldpolitischen Behörden solcher Länder kommt
daher nicht nur diesen selbst zugute, sondern stärkt auch die Rolle
Österreichs als Brückenbauer in einer zunehmend schwierigen Welt. Die
Ausbildungsmaßnahmen am JVI erfolgen kooperativ und
partnerschaftlich. Sie ermöglichen den Ländern von den Erfahrungen
der jeweils anderen zu profitieren und erleichtern den Aufbau von
Netzwerken zwischen unterschiedlichen Institutionen und öffentlichen
Einrichtungen. Das JVI trägt damit zu nachhaltigem wirtschaftlichen
Wohlstand bei - von Europa bis Zentralasien", so Marterbauer.
"Das JVI ist ein einzigartiges Forum für Wissenstransfer und
Austausch auf Expert:innen-Ebene für Zentralbanken und andere
Institutionen", bestätigte Kocher. "Durch die Stärkung individueller
und institutioneller Kompetenzen fördern wir gemeinsam die
wirtschaftliche und finanzielle Stabilität in den Regionen, die vom
JVI abgedeckt werden."
"Der multilaterale Ansatz des JVI ergänzt unsere bilateralen
Kooperationsaktivitäten in der Region", fügte Edeltraud Stiftinger
hinzu. "Dank des großen Engagements und dem aktiven Einsatz seitens
des JVI und seiner Partner stellen wir gemeinsam sicher, dass die
Aktivitäten des JVI relevant bleiben und auf die Bedürfnisse der
Länder zugeschnitten sind."
Das JVI ist eine unabhängige internationale Organisation und das
älteste Mitglied eines globalen Netzwerks aus regionalen Zentren für
den Kapazitätsaufbau , das der IWF betreibt. Es handelt sich um ein
politikorientiertes Fortbildungszentrum für Fachleute aus
Zentralbanken und öffentlichen Institutionen, das grundlegende und
hochaktuelle Themen zeitgemäß vermittelt. Das JVI ist ein
einzigartiger Raum für gemeinsames Lernen - hier können politische
Entscheidungsträger:innen Erfahrungen austauschen, Netzwerke aufbauen
und praktische Lösungen für gemeinsame wirtschaftliche
Herausforderungen entwickeln. Das JVI wendet sich an die folgenden
Länder bzw. Regionen: Zentral-, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus,
Zentralasien, Iran und Türkei.
Seit seiner Gründung im Jahr 1992 hat das JVI fast 60.000
Expert:innen aus 31 Ländern geschult. Zuletzt gab es pro Jahr fast
100 Kurse, Seminare, Peer-to-Peer-Trainings und andere
Veranstaltungen zu den Schwerpunktthemen: Volkswirtschaft, Steuer-
und Finanzpolitik, öffentliche Verwaltung, Strukturpolitik,
Digitalisierung und neue politische Herausforderungen. Zu den Alumni
des JVI zählen unter anderem Staats- und Regierungsoberhäupter, viele
derzeitige und ehemalige Zentralbankgouverneur:innen, Minister:innen
und andere Expert:innen.
Gehalten werden die JVI-Kurse in der Regel gemeinsam von
Expert:innen des IWF, österreichischer Regierungseinrichtungen, der
OeNB und des JVI. Weitere am JVI aktive Partner sind die Europäische
Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Europäische
Investitionsbank (EIB), die Internationale Bank für Wiederaufbau und
Entwicklung (IBRD), die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Welthandelsorganisation (
WTO), die Europäische Kommission, die Internationale
Arbeitsorganisation (ILO), die Europäische Zentralbank (EZB) sowie
eine wachsende Zahl von Zentralbanken, darunter jene Frankreichs,
Deutschlands, Polens, der Slowakei, des Vereinigten Königreichs und
der USA.
Das Memorandum of Understanding (MoU) zwischen dem IWF und
Österreich wird alle vier Jahre überprüft und erneuert, zuletzt 2022.
Die erneute Absichtserklärung im aktuellen MoU regelt die
Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen dem IWF und Österreich im
Rahmen des JVI bis zum Jahr 2030.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Marlies Schroeder, MiM
Telefon: +43-1-404 20-6900
E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at
Website: https://www.oenb.at
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Quelle: dpa-AFX