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15.05.2026 10:53:47 - ROUNDUP 2/Warnstreiks im Handel: Keine Folgen für Kunden erwartet

(Aktualisierung: Weitere Angaben wie Teilnehmerzahl und bestreikte Betriebe ergänzt - 3. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Kunden müssen wegen der Warnstreiks im Handel nach Einschätzung des Branchenverbandes HDE nicht mit größeren Einschränkungen beim Einkaufen rechnen. "Uns liegen bislang keine Erkenntnisse etwa zu Ladenschließungen oder Ähnlichem bundesweit vor, sodass es heute zu keinen Beeinträchtigungen für die Kunden im Einzelhandel kommen wird", sagte HDE-Tarifgeschäftsführer Steven Haarke der Deutschen Presse-Agentur.

Keine spürbaren Auswirkungen erwartet auch der Lebensmittelhandel. Supermärkte und Discounter seien normal geöffnet, sagte Hauptgeschäftsführer Philipp Hennerkes vom Branchenverband BVLH. Die Versorgung sei gewährleistet.

In den laufenden Tarifverhandlungen im Handel hat Verdi für diesen Freitag zu Warnstreiks aufgerufen. Laut Gewerkschaft beteiligen sich mehr als 5.000 Beschäftigte aus Einzel-, Groß- und Außenhandel. Bestreikt werden nach Angaben einer Verdi-Sprecherin mehr als 200 Betriebe, darunter Filialen von Edeka, Rewe, Kaufland, Penny, Douglas, Zara, H&M , Metro und Ikea. In Frankfurt am Main, Hamburg, Stuttgart und Dortmund finden zudem Streikkundgebungen statt.

Verdi fordert 7 Prozent mehr Lohn

In Hamburg und Nordrhein-Westfalen hatte die Arbeitgeberseite in dieser Woche erste Tarifangebote für den Einzelhandel vorgelegt. Die Gewerkschaft wies sie zurück. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer sprach von "vergifteten Angeboten", die nicht einmal die Inflation ausgleichen würden.

Die Arbeitgeber bieten von November an eine Erhöhung um 2 Prozent und ab August 2027 um weitere 1,5 Prozent. Verdi fordert 7 Prozent mehr Lohn, mindestens 225 Euro.

HDE: "Brauchen eine gemeinsame und verantwortungsvolle Lösung"

Seit April laufen die Verhandlungen für den Einzel- sowie den Groß- und Außenhandel in den ersten Landesbezirken. Tarifgeschäftsführer Haarke vom Handelsverband Deutschland (HDE) mahnte: "Was wir brauchen, ist eine gemeinsame und verantwortungsvolle Lösung für unsere Branche in dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage mit historisch schwacher Konsumstimmung und schnell wachsender Arbeitslosigkeit sowie zunehmenden Unternehmensinsolvenzen." Die Arbeitgeber seien zum Dialog bereit.

Im Handel arbeiten laut Verdi hierzulande rund 5,2 Millionen Menschen, davon 3,4 Millionen im Einzelhandel. Die vorigen Tarifverhandlungen zogen sich über mehr als ein Jahr hin. Am Ende stand für die Beschäftigten im Einzelhandel für den Zeitraum 2023 bis 2025 ein Einkommensplus von insgesamt rund 14 Prozent. Die Tarifbindung in der Branche ist seit Jahren rückläufig und vergleichsweise gering./cr/DP/stk


Quelle: dpa-AFX
Name WKN Börse Kurs Datum/Zeit Diff. Diff. % Geld Brief Erster Schluss
INDITEX INH. EO 0,03 A11873 Xetra 49,020 15.05.26 09:16:22 -0,240 -0,49% 49,040 49,190 49,020 49,260
HENNES + MAURITZ B SK-125 872318 Xetra 14,420 15.05.26 09:04:52 -0,115 -0,79% 14,495 14,520 14,420 14,535
METRO AG ST O.N. BFB001 Stuttgart 5,300 16.04.25 21:55:32 -0,030 -0,56% 0,000 0,000 5,330 5,300
DOUGLAS AG NA O.N. BEAU1Y Xetra 8,620 15.05.26 11:40:01 -0,090 -1,03% 8,570 8,620 8,650 8,710

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