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07.04.2026 15:15:22 - OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Energiepreise legen ...
Energiepreise legen zum Jahresbeginn zu / Brossardt: "Hohe
Energiekosten schaden der Wettbewerbsfähigkeit"
München (ots) - Der Energiepreisindex der vbw - Vereinigung der Bayerischen
Wirtschaft e. V. ist im Januar 2026 wieder gestiegen. Gegenüber Dezember 2025
legte er um 1,5 Prozent auf 108,4 Punkte zu. "Die hohe Belastung für unsere
Unternehmen durch die Energiekosten zeigt sich vor allem im langfristigen
Vergleich: Aktuell liegen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft
verglichen mit dem Jahresdurchschnitt 2019 - dem letzten Vorkrisenjahr - noch
immer um fast 30 Prozent höher. Die Folgen des Iran-Kriegs, der bereits zu einem
kräftigen Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt hat, ist in diesen Zahlen noch
nicht enthalten. Wir werden also in den kommenden Monaten einen weiteren Anstieg
des vbw Energiepreisindex sehen", erläutert vbw Hauptgeschäftsführer Bertram
Brossardt.
Der Anstieg des vbw Energiepreisindex im Januar ist auf die Primärenergie
zurückzuführen. Dieser Teilindex stieg um 3,3 Prozent auf 97,0 Punkte . "Positiv
zu erkennen ist, dass das Vorjahresniveau um 22,8 Prozent unterschritten wurde.
Die Energiekosten am Wirtschaftsstandort Bayern sind im internationalen
Vergleich aber weiterhin zu hoch. Hier brauchen wir dringend ein stabiles
niedrigeres Preisniveau ", fordert Brossardt. Besonders stark verteuerte sich im
Vormonatsvergleich Steinkohle , deren Einfuhrpreise um 5,9 Prozent stiegen. Der
Erzeugerpreis für Braunkohle stieg um 4,1 Prozent. Bei Erdöl stiegen die
Einfuhrpreise ebenfalls um 4,1 Prozent, die Erzeugerpreise gaben jedoch um 4,6
Prozent nach. Auch bei Erdgas stiegen die Einfuhrpreise (+3,1 Prozent), die
inländischen Erzeugerpreise sanken je nach Abnehmergruppe um 1,5 bis 2,1
Prozent.
Der Teilindex für Sekundärenergie blieb im Januar nahezu unverändert bei 119,8
Punkten (+0,1 Prozent) . Das Vorjahresniveau wurde um 6,8 Prozent
unterschritten. Während sich leichtes Heizöl und Diesel deutlich um 6,0 bzw. 7,6
Prozent gegenüber Dezember verteuerten, gingen die Preise für Flüssiggas (-2,6
Prozent) und Fernwärme (-1,6 Prozent) zurück.
"Energiekosten sind einer unserer großen Standortnachteile . Die hohen Kosten am
Standort schaden unserer Wettbewerbsfähigkeit und gehen damit zu Lasten der
Transformation . Ohne global konkurrenzfähige Stromkosten werden wir weiter
zurückfallen. Dieses zentrale Problem muss für die Standortsicherung endlich
angegangen werden. Auch die Einführung eines Industriestrompreises ist ein
wichtiger Schritt, muss aber wirksam, praxistauglich und mit bestehenden
Entlastungsinstrumenten kombinierbar ausgestaltet sein, um tatsächlich zu
entlasten. Den Ausbau der Netze und aller erneuerbaren Energien müssen wir zudem
deutlich beschleunigen", so Brossardt.
Basisjahr für den vbw Energiepreisindex ist 2021 (2021=100). Weitere
Erläuterungen zum vbw Energiepreisindex finden Sie unter
http://www.vbw-bayern.de/Energiepreisindex
Pressekontakt:
Charlotte Offermann, +49 (0) 89-551 78-203,
mailto:charlotte.offermann@vbw-bayern.de
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OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Quelle: dpa-AFX