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17.02.2026 14:34:53 - ROUNDUP: Erneut Warnstreiks im Nahverkehr in mehreren Städten Hessens
FRANKFURT/MARBURG/GIESSEN (dpa-AFX) - Wegen neuer Warnstreiks müssen sich die Pendler in Frankfurt, Marburg und Gießen erneut auf Fahrtausfälle und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe für diesen Donnerstag in den drei Städten zu weiteren ganztägigen Arbeitsniederlegungen bei Verkehrsgesellschaften aufgerufen. Bei den Straßenbahnen und U-Bahnen in Frankfurt werden die Räder vom Beginn der Frühschicht bis zum Ende der letzten Schicht stillstehen, wie der für Busse und Bahnen zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Jochen Koppel sagte.
Auch im Busverkehr in Marburg in Gießen sei mit Auswirkungen zu rechnen, jedoch in geringerem Umfang, da in beiden mittelhessischen Städten unterschiedliche Tarifverträge für das Fahrpersonal gelten.
Die neuerlichen Warnstreiks resultierten aus dem "Eklat" kurz vor Ende der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr. Zuvor hatte Verdi deshalb bereits in Kassel zu einem Warnstreik aufgerufen.
Verdi überrascht von neuen Themen der Arbeitgeber
Bei den Verhandlungen hatten die Arbeitgeber nach Angaben von Verdi überraschend zwei neue Themen auf den Verhandlungstisch gelegt. Sie wollten Kürzungen bei einer tariflich vereinbarten Zulage zur Mitarbeitergewinnung, das Geld solle mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet werden, so die Gewerkschaft. Die ebenfalls tariflich seit langem gültige Aufstockung des Krankengelds soll gekürzt werden. "Das kam völlig aus dem Off. Wir bewerten diesen Vorstoß als eine Attacke auf unseren Tarifvertrag", so Koppel.
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi gleichzeitig in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag. Die nächste Verhandlungsrunde steht am 25. Februar an, dabei soll es schwerpunktmäßig um die Eingruppierung von Tätigkeiten gehen, wie Koppel sagte./csc/DP/mis
Quelle: dpa-AFX