
Grundsätzlich, sind Knock-out-Produkte als Hebelprodukte anzusehen. Die Vorteile von Knock-out-Produkten im Vergleich zu Optionsscheinen begründet sich zum einen darin, dass sie hinsichtlich der Preisbildung keinen Schwankungsintensitäten (Volatilitäten) ausgesetzt sind. Zudem ist es möglich, Knock-out-Produkte mit einem "open-end" zu beziehen. D.h., dass diese keine Laufzeitbegrenzung haben. Weitere Bezeichnungen für Knock-out-Produkte sind z.B. Turbos, MiniFutures und WAVEs.
Anglo-amerikanisch auch als Warrant bezeichnet. Er beinhaltet das verbriefte Ausübungsrecht, innerhalb einer bestimmten Frist eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren (Underlyings) zu einem festgelegten Kurs zu beziehen. Der Optionsschein kann zusammen mit einer Anleihe als Optionsanleihe ausgegeben werden, wird jedoch getrennt von der Anleihe einzeln an der Börse gehandelt. Optionsscheine werden von spekulativen Anlegern wegen ihrer Hebelwirkung bevorzugt. Der echte Kurs des Optionsscheins kann vom rechnerischen Kurs abweichen, wenn spekulative Investoren in der Erwartung steigender Aktienkurse bereit sind, ein Agio für die Hebelwirkung zu zahlen.
Der überproportionalen Partizipation an Kurssteigerungen (Partizipationsfaktor an Kurssteigerungen ist dann größer als 1 und unbegrenzt) steht ein potenzieller Verlust gegenüber, der dem einer Direktanlage des Basiswerts entspricht (1:1). Der hier dargestellte Vorteil bei Kurssteigerungen beinhaltet als Ausgleichseffekt allerdings einen Dividendenverzicht.