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12.06.2019 23:27:32 - dpa-AFX: POLITIK/Presse: Ex-Trump-Mitarbeiterin Hope Hicks will vor Kongress aussagen

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die frühere Kommunikationschefin von US-Präsident
Donald Trump, Hope Hicks, hat einem Medienbericht zufolge einer Aussage vor dem
Kongress zugestimmt. Die "Washington Post" berichtete am Mittwoch (Ortszeit)
unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, Hicks wolle der Vorladung
des Justizausschusses im US-Repräsentantenhauses nachkommen und dort hinter
verschlossenen Türen aussagen. Geplant sei, später eine Mitschrift der Befragung
zu veröffentlichen. Es könne aber sein, dass Hicks viele Fragen des Gremiums
nicht beantworten werde und sich dabei auf eine Weisung aus dem Weißen Haus
berufe. Die US-Regierungszentrale habe Hicks angewiesen, nicht mit dem Ausschuss
zu kooperieren.

Das Gremium hat Hicks für den Mittwoch kommender Woche vorgeladen. Sie hatte mehrere Monate als Kommunikationsdirektorin für den Präsidenten gearbeitet und
das Weiße Haus im Frühling 2018 verlassen. Inzwischen arbeitet sie für das
Medienunternehmen 21st Century Fox.

Hicks war insgesamt mehr als drei Jahre für Trump tätig gewesen und hatte
auch Öffentlichkeitsarbeit für sein Wahlkampfteam 2016 gemacht. Sie zählte zu
den wenigen Personen, die nicht zu seiner Familie, dennoch aber zum innersten
Kreis der Vertrauten gehörten. Trump hatte sie einst als eine "weitere Tochter"
bezeichnet. Ihre Beziehung zur Familie hatte sie als Model für die Modelinie von
Trumps Tochter Ivanka begonnen.

Die Demokraten im US-Kongress haben diverse Personen aus Trumps Umfeld
vorgeladen und von ihnen Unterlagen angefordert, um auch nach dem Abschluss der
Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller offenen Fragen in der
Affäre nachzugehen. Mueller hatte etwa zwei Jahre lang untersucht, ob das
Wahlkampfteam von Trump geheime Absprachen mit Vertretern Russlands traf und ob
Trump später, als er schon Präsident war, die Justizermittlungen dazu
behinderte. Hintergrund der Ermittlungen war die mutmaßliche Einmischung Moskaus
in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016./jac/DP/fba

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