15.08.2026 19:52:11 - dpa-AFX: /ROUNDUP: Blaualgen an Ostsee und Seen - Warnung für Badende

ROSTOCK/LÜBECK (dpa-AFX) - An der Ostsee und an vielen Seen in
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben sich Blaualgen ausgebreitet.
Satellitenbilder des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie zeigen
große Algenteppiche vor den Küsten zwischen Rostock und Hiddensee. Diese ziehen
sich über das gesamte Binnenmeer bis vor die dänische Küste.

Das Gesundheitsministerium in Schwerin rät daher Badenden, Bereiche mit
sichtbaren Algenansammlungen zu meiden. Die Algenblüte erkennt man an einer
bläulich-grünen Trübung des Wassers, Schlieren, Algenteppichen an der Oberfläche
oder wolkenartigen Verteilungen im Wasser. Die Ansammlungen hängen von Wind und
Wetter ab und können sich innerhalb weniger Stunden verändern.

Betroffen sind an der Ostsee unter anderem die Küsten bei
Rostock-Warnemünde, Kühlungsborn, Heiligendamm und der Wohlenberger Wiek bei
Wismar. Auch Flüsse und Seen wie der Peenestrom, der Schwandter See und der
Melzer See (beide im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) sind betroffen.
Badeverbote wegen der Blaualgen gibt es jedoch nicht.

Badeverbote an Seen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurden an einigen Seen wegen Blaualgen Badeverbote
ausgesprochen. Betroffen sind etwa der Bordesholmer See, der Brahmsee, der
Warder See und der Dörpsee. Alle liegen im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Nach
Angaben des Landes gelten die Verbote voraussichtlich bis Mittwoch.

Zudem gibt es Badewarnungen für mehrere Badestellen an der Ostsee im Kreis
Ostholstein, etwa an der Küste vor Sierksdorf, Rettin oder Scharbeutz. Nach
Angaben des Landes soll man auf Schwimmen und Baden verzichten, wenn Badegäste
im Wasser ab Kniehöhe wegen der bläulich-grünlichen Trübung ihre Füße nicht mehr
erkennen können. In diesen Fällen sollen auch Kleinkinder nicht mehr am Ufer
spielen oder im flachen Wasser planschen.

Blaualgen können zu allergischen Reaktionen führen

Sommerliches Wetter bietet ideale Bedingungen für Blaualgen. Im Gegensatz zu ihrem Namen handele es sich nicht um klassische Algen, sondern um sogenannte
Cyanobakterien, teilte die Stadt Rostock mit. Einzelne Cyanobakterien seien mit
bloßem Auge nicht zu erkennen, bei massenhaftem Auftreten könnten sie jedoch
sichtbar werden, etwa als Schlieren oder Verfärbungen im Wasser.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Mecklenburg-Vorpommern
weist darauf hin, dass Cyanobakterien Giftstoffe bilden können. Dadurch könnten
allergische Reaktionen auftreten, bei Berührung auch Haut- und
Schleimhautreizungen und beim Verschlucken größerer Mengen Wasser eventuell auch
Übelkeit und Erbrechen./xil/DP/mis

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