18.07.2026 13:15:02 - dpa-AFX: WM 2026/ROUNDUP/Das war die WM-Nacht: Trumps WM-Lob, Yamal fit für Finale

EAST RUTHERFORD (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni
Infantino haben sich kurz vor dem Finale euphorisch über den bisherigen Verlauf
der Fußball-WM geäußert. Sie sei ein Event historischen Ausmaßes, erklärten
beide vor dem Endspiel zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00
Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford.

Auch die Finalisten sprachen ausführlich. Spaniens Trainer Luis de la Fuente gab ein Update zum Gesundheitszustand von Youngster Lamine Yamal. Argentiniens
Superstar Lionel Messi wurde auf das legendäre Foto mit Yamal als Baby in einer
Badewanne aus dem Jahr 2007 angesprochen. Das war das Wichtigste der WM-Nacht:

Trump lobt WM: "Erfolgreichste Sportevent"

Trump und Infantino lobten die WM in Kanada, Mexiko und den USA
überschwänglich als großen Erfolg. "Das war das erfolgreichste Sportevent,
vielleicht in der Geschichte der Welt. Es war großartig", schwärmte Trump bei
einem FIFA-Empfang in New York. Dabei deutete der US-Präsident eine erneute
Bewerbung seines Landes um eine Fußball-Weltmeisterschaft an. "Ich sage, wir
sollten wieder die USA auswählen. Dieses Mal lassen wir Mexiko und Kanada
draußen", sagte Trump.

Infantino sprach von der "großartigsten WM der Geschichte". "Es ist das
größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je
erlebt und gesehen hat, und wir alle sind Teil davon", sagte der
Weltverbands-Chef. Als Beleg für seine These führte Infantino unter anderem die
Zuschauerzahlen in den Stadien und vor dem Fernseher an. "Der amerikanische
Traum, Herr Präsident, ist wahr geworden."

Spaniens Trainer: Yamal "in optimaler Form"

Im Halbfinale erhielt Yamal noch einen schmerzhaften Schlag auf den
Oberschenkel, für das Endspiel soll Spaniens Topstar laut Trainer de la Fuente
aber topfit sein. "Das war schmerzhaft für ihn, aus Vorsicht haben wir ihm
Minuten zur Erholung gegeben. Es geht ihm gut heute, er hat mit der Mannschaft
trainiert und er ist in optimaler Form", sagte de la Fuente vor dem Finale.
Yamal war im Halbfinale gegen Frankreich im Strafraum gefoult worden und hatte
so den Elfmeter zur 1:0-Führung für Spanien ermöglicht.

Argentiniens Torwart spielt mit gebrochenem Finger

Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft auch kurz vor dem
WM-Finale noch mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand. "Meine Hand
tut immer noch jeden Tag weh", sagte der 33-Jährige. Martínez hatte sich am 20.
Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt. Er brach
sich den Ringfinger an der rechten Hand. Dennoch gewann er mit Aston Villa gegen
den SC Freiburg. Jeder Spezialist, mit dem er gesprochen hat, habe ihm gesagt,
dass eine Operation nötig sei. Er habe sich aber dazu entschieden, sie
hinauszuzögern, berichtete Martínez.

"Verrückt": Messi spricht über legendäres Foto mit Yamal

Argentiniens Superstar Lionel Messi kann die Geschichte des gemeinsamen
Fotos mit Spaniens Youngster Lamine Yamal vor knapp 19 Jahren selbst kaum
glauben. "Es ist verrückt", sagte er bei einer großen Fan-Messe in New York.
"Damals habe ich ein Foto mit ihm gemacht, als er noch ein Baby war, und jetzt
treffen wir in einem WM-Finale aufeinander."

Die mittlerweile legendären Bilder eines Fotoshootings aus dem Jahr 2007
sind in den Medien derzeit omnipräsent. Sie zeigen den damals 20-jährigen Messi,
wie er den erst ein paar Monate alten Yamal in einer Plastikwanne badet. Die
Fotos wurden für einen Wohltätigkeitskalender gemacht.

Tuchel kontert Kritik: Bei Sieg beste WM seit 60 Jahren

Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat die Kritik von Medien und
Ex-Spielern nach dem WM-Scheitern im Halbfinale gekontert. "Wenn wir morgen
gewinnen, ist es das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren.
Es ist alles eine Frage der Perspektive", sagte der Schwabe. Der Weltmeister von
1966 trifft in Miami Gardens im Spiel um Platz drei am Samstag (23.00
Uhr/MagentaTV) auf Frankreich.

Tuchel räumte ein, dass England zu Frankreich und den Finalisten Spanien und Argentinien Nachholbedarf habe. "Die Lücke ergibt sich durch die Titel. Das
haben sie sich über Jahre aufgebaut. Aber es ist möglich, sie zu
schließen."/lot/DP/zb

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