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09.06.2026 12:10:44 - dpa-AFX: WDH/VERMISCHTES: Buckelwal endet in dänischer Fabrik - und im Museum

(Wiederholung: Überflüssiges Wort im 5. Absatz gestrichen)

ANHOLT (dpa-AFX) - Nach der Obduktion und dem Transport von Teilen des als
"Timmy" bekannten Buckelwals auf das Festland werden die Überreste des Tiers in
einer dänischen Fabrik verwertet. Das bestätigte die Firma Daka Dänemark, die
sich des Kadavers annimmt.

In der Fabrik des Unternehmens in Randers werden die Überreste von Walen wie "Timmy" laut einem Sprecher zunächst in drei Bestandteile getrennt. Das Wasser
wird gereinigt und in den Fjord geleitet. Alles Fett - zum Beispiel aus der
Speckschicht des Wals - wird in Biodiesel umgewandelt. Und alles andere -
Knochen, Sehnen und Haut - wird zu einer Art Mehl verarbeitet, die als Biomasse
zur Verbrennung in einer Zementfabrik endet.

Der Buckelwal war vor einigen Wochen tot am Strand der dänischen Insel
Anholt angespült worden. Die Obduktion des Tiers hatte vergangene Woche ergeben,
dass der Wal ein Weibchen war. Die Todesursache blieb dagegen unklar.

Wal-Knochen kommen ins Museum - der Rest wird verwertet

Bei der mehrstündigen Untersuchung war der Wal geöffnet und zerteilt worden. Ein Bagger hatte die Kadaver-Teile in vorbereitete Container gehievt. Am Freitag
waren die Überreste des Tiers vom Strand entfernt und am Montag abtransportiert
worden. Manche Knochen des Tiers kommen in die Sammlung des Naturhistorischen
Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Diese Teile waren bereits am
Freitag abgeholt worden.

Das Tier war ab Ende März mehrfach vor der deutschen Ostseeküste gestrandet. Eine private Initiative hatte den sehr geschwächten Buckelwal Ende April mit
einem Lastschiff Richtung Nordsee transportiert und dort später ausgesetzt.

Rätsel um "Timmys" Tod: Warten auf die Trackerdaten

An dem Wal hatte die Initiative einen Tracker angebracht, der an dem Tier
entdeckt wurde. Die Trackerdaten sind laut dem Umweltministerium in
Mecklenburg-Vorpommern inzwischen erhoben. Sie lägen der Initiative vollständig
und dem Ministerium in Teilen vor, erklärte eine Sprecherin auf dpa-Anfrage:
"Die Daten sollen möglichst zügig abschließend ausgewertet werden. Sobald dies
geschehen ist, wird die Öffentlichkeit über die hieraus folgenden Erkenntnisse
informiert."/wbj/DP/stk

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