19.04.2026 11:15:51 - dpa-AFX: Strombetreiber: Kein Anzeichen für Anschlag
BERLIN (dpa-AFX) - Nach einem rund eineinhalbstündigen Stromausfall in
Berlin-Nikolassee ist es laut Netzbetreiber zu keinen weiteren Störungen in der
Nacht gekommen. Als Ursache für den erneuten Vorfall rund drei Monate nach dem
tagelangen Blackout im Südwesten der Stadt wird ein Fehler in einem
Mittelspannungskabel vermutet, wie der Sprecher der Stromnetz Berlin GmbH,
Henrik Beuster, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anzeichen für einen Anschlag
gebe es nicht.
Das Problem könne Folge einer Alterserscheinung sein. Denkbar sei auch eine
frühere Beschädigung des Kabels bei zurückliegenden Tiefbauarbeiten. "So etwas
passiert relativ oft, ohne dass es die Baufirmen bemerken", erklärte Beuster.
Später könne es dann beispielsweise durch eintretende Feuchtigkeit zu Problemen
kommen.
Anfang Januar war es im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlich von
Linksextremisten begangenen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke zu dem bislang
längsten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte gekommen. 100.000 Menschen in
45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe waren teils tagelang ohne
Strom.
Am Samstagabend war gegen 22.00 Uhr in einem Teil des damals betroffenen
Gebiets erneut der Strom ausgefallen. Rund 1.300 Haushalte waren laut
Netzbetreiber betroffen. Nach Angaben der Stromnetz GmbH waren sie um 23.35 Uhr
wieder alle am Netz./mvk/DP/zb