19.04.2026 10:53:09 - dpa-AFX: VERMISCHTES: Wal soll transportiert werden - Zeit noch offen

KIRCHDORF (dpa-AFX) - Wann geht es für den gestrandeten Wal Richtung offenes
Meer? Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist zunächst noch
offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie
ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen
Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere.

Am Sonntagmorgen waren zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal immer wieder DLRG-Boote unterwegs. Sie sind auch zur
Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort. Insgesamt sind fünf DLRG-Boote und ein
Jet-Ski am Hafen von Kirchdorf, etwa 20 DLRG-Kräfte sind rund um den Buckelwal
im Einsatz.

Am Vormittag hatten sich Mitglieder des Rettungsteams im Hafen länger mit
den Behörden und der DLRG besprochen. Direkte Informationen von der Initiative
selbst gab es zunächst nicht.

Geldgeber hoffen auf Kooperation des Wals

Die Rettungsaktion wird von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und
Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanziert. In der "Bild"-Zeitung sagte Gunz,
dass die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen, am Sonntag beginnen
soll. "Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir
ihm helfen wollen."

Die Aktion wird vom Umweltministerium beobachtet und eng mit
Behördenvertretern abgestimmt. Geplant ist, dass unter den Wal eine zwischen
Pontons - also schwimmenden Plattformen - befestigte Plane geführt wird. Damit
soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht
werden.

Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen
werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter
lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.

Etliche Fachleute: Heimreise des Wals unmöglich

Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von
Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig,
dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen
würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass
er die Heimreise nicht schaffen werde./cgl/DP/zb

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