29.03.2026 22:29:53 - dpa-AFX: POLITIK: Fernandes sieht Gesetzeslücke bei intimen Aufnahmen auf Fake-Profilen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Moderatorin Collien Fernandes drängt auf mehr
Sensibilität bei Behörden im Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt. Es
brauche "Schulungen für die Menschen, die die Anzeige entgegennehmen", sagte sie
in der ARD-Talksendung "Caren Miosga". Fernandes machte sich auch für
bewusstseinsbildende Maßnahmen in Schulen stark.

Fernandes sieht zudem weiteren Nachschärfungsbedarf bei derzeit diskutierten Gesetzesplänen. Geahndet werden solle die Verbreitung heimlich gemachter intimer
Aufnahmen und die Verbreitung von Deepfakes, also mit Hilfe künstlicher
Intelligenz erstellter intimer Aufnahmen, sagte sie. Nicht erfasst seien reale
Aufnahmen zum Beispiel einer Pornodarstellerin, die auf einem
Social-Media-Profil einer Person verbreitet werden und so den Eindruck
erweckten, es handele sich um die Inhaberin des Profils.

Hintergrund sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den
Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte.

Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber
pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die
Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die
"initiale Berichterstattung" des "Spiegels" gerichtliche Schritte
einzuleiten./hrz/DP/zb

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