09.03.2026 18:37:29 - dpa-AFX: Pistorius: Militärische Zusammenarbeit mit USA exzellent

MAINZ (dpa-AFX) - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht trotz
politischer Spannungen keine Einschränkungen in der militärischen Kooperation
mit den USA. "Auf militärischer und auf zivilmilitärischer Ebene klappt die
Zusammenarbeit exzellent", sagte der SPD-Politiker in Mainz. Dort schaute er
sich auf einem Flugplatz mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten
Alexander Schweitzer und Innenminister Michael Ebling (SPD) Technik der
Landespolizei und der US Air Force zur Abwehr von Drohnen an.

"Das, was politisch läuft, ist das eine", sagte Pistorius weiter. Dass die
Amerikaner künftig konventionell weniger in Europa machen wollten, sei klar
gewesen. "Es zeichnet sich aber ab, dass das so passiert, dass keine
gefährlichen Fähigkeitslücken entstehen." Bei der militärischen Zusammenarbeit
gebe es nach wie vor keine Abbrüche oder Irritationen. "Ganz im Gegenteil, wir
setzen darauf, dass das weiter so läuft, weil die Zusammenarbeit sich bewährt
hat und beide Seiten wissen, was sie voneinander haben."

Landespolizei arbeitet eng mit US-Militär zusammen

Die rheinland-pfälzische Landespolizei arbeitet in der Drohnenabwehr eng mit dem US-Militär zusammen. In dem Bundesland liegen gleich mehrere
US-Militärstützpunkte, darunter die große Airbase im pfälzischen Ramstein.

Ministerpräsident Schweitzer sagte, es gebe politische Debatten in den
Vereinigten Staaten, in Europa und in Deutschland. "Aber da, wo wir mit unseren
amerikanischen Partnern in Rheinland-Pfalz zusammenarbeiten, ist die
Zusammenarbeit in keiner Weise weniger intensiv als in den vergangenen Jahren."

Neue Formen von Verträgen und Ausschreibungen

Pistorius betonte, Drohnentechnik entwickele sich schnell weiter, das stelle den Schutz vor Drohnenangriffen vor große Herausforderungen. Diesen kurzen
Entwicklungszyklen müsste sich die Beschaffung von Technik anpassen. "Das muss
immer State of the Art sein", sagte Pistorius. "Und das stellen wir mit neuen
Formen von Beschaffungsverträgen und Ausschreibungen sicher."

Rheinland-Pfalz hat laut Innenminister Ebling bislang rund drei Millionen
Euro in Drohnentechnik investiert, insgesamt würden voraussichtlich sieben bis
acht Millionen benötigt. "Wir nehmen massiv mehr Drohnen wahr", sagte Ebling.

Laut Ministerium wurden alleine in den ersten zwei Monaten dieses Jahres in
Rheinland-Pfalz 52 Drohnensichtungen registriert, davon zehn über militärischen
Liegenschaften sowie neun über kritischer Infrastruktur, etwa Einrichtungen aus
dem Energie-, Gesundheits-, Entsorgungs- oder Wassersektor. 2025 waren es 399
Sichtungen im Land./chs/DP/stw

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