02.02.2026 08:31:54 - dpa-AFX: Bierabsatz in Deutschland fällt auf Rekordtief
WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutschen Brauereien haben im vergangenen Jahr
noch einmal deutlich weniger Bier abgesetzt als in den Jahren zuvor. Die Menge
ging um den Rekordwert von 6,0 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter zurück, wie
das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war die kleinste Menge seit Einführung
der Statistik im Jahr 1993. Selbst in den Corona-Jahren 2020 und 2021 setzten
die Betriebe noch deutlich mehr Bier ab.
In der Steuerstatistik sind alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht
enthalten. Auch werden Importe aus Nicht-EU-Staaten nicht berücksichtigt.
Schlechtes Konsumklima
Der Bierabsatz in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Gründe sind ein
gesünderer Lebensstil ohne Alkohol, geänderte Trinkgewohnheiten und allgemein
die Alterung der Gesellschaft.
Der Deutsche Brauerbund (DBB) beklagt zudem aktuell das schlechte
Konsumklima. "Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die
massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren", sagte
DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Die Situation der Gastronomie sei
weiterhin besorgniserregend, viele Betriebe hätten sich seit der Pandemie nicht
erholt.
Steuerfreies Bier fällt noch stärker
Der Löwenanteil von 82,5 Prozent des Bieres wurde im Inland verkauft. Hier
betrug der mengenmäßige Rückgang 5,8 Prozent. Die restlichen 17,5 Prozent wurden
nicht versteuert, weil sie in den Export gegangen sind oder als sogenannter
Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien gegeben wurden. In diesem Bereich
ging die Menge im Vergleich zum Vorjahr rund 7,0 Prozent zurück./ceb/DP/stk