16.06.2024 14:18:24 - dpa-AFX: Scholz: Brauchen keinen Diktatfrieden für die Ukraine

BARI (dpa-AFX) - Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Maximalforderungen von
Kremlchef Wladimir Putin für ein Ende des Ukraine-Kriegs als Vorstoß für einen
Diktatfrieden zurückgewiesen. Was Putin vorschlage sei, einen "imperialistischen
Raubzug in Dokumente zu fassen", sagte der SPD-Politiker am Samstag am Rande des
G7-Gipfels in Süditalien der ARD. "Was wir brauchen, ist kein Diktatfrieden,
sondern ein fairer gerechter Frieden, der die Integrität und die Souveränität im
Blick hat."

Die am Samstag in der Schweiz beginnende Friedenskonferenz sei ein wichtiger erster Schritt dafür, auch wenn dort noch nicht die großen Fragen entschieden
würden, sagte Scholz.

Putin hatte unmittelbar vor den Beratungen von knapp 60 Staats- und
Regierungschefs bei Luzern den vollständigen Verzicht der Ukraine auf die von
Russland beanspruchten Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson, Saporischschja und die
Schwarzmeer-Halbinsel Krim verlangt und gefordert, dass die Ukraine keine
Perspektive als Nato-Mitglied sucht.

Scholz wollte ein Gespräch mit Putin für die Zukunft nicht ausschließen. Er
habe immer wieder gesagt, dass er das mal wieder tun werde, aber es müsse der
richtige Zeitpunkt dafür sein. "Ein solches Gespräch macht doch nur Sinn, wenn
was konkret zu bereden ist."/lkl/DP/men

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