Börseninformationen

05.10.2026 09:42:01 - BUSINESS WIRE: Technology Innovation Institute stellt Asteroiden-Landesonde für wegweisende „Emirates Mission to the Asteroid Belt“ fertig

MITTEILUNG UEBERMITTELT VON BUSINESS WIRE. FUER DEN INHALT IST ALLEIN DAS BERICHTENDE UNTERNEHMEN VERANTWORTLICH.

Im Rahmen einer Mission, die es in dieser Form noch nie gab, wird die Sonde des TII an Bord des MBR Explorer an sechs Asteroiden im Hauptgürtel vorbeifliegen, bevor sie auf 269 Justitia landet. Damit wäre Justitia erst der siebte Asteroid der Geschichte, dessen Oberfläche von einer Sonde erreicht wird

Die in Abu Dhabi entworfene, gebaute und getestete Sonde des TII ist die einzige aussetzbare Nutzlast der Mission und agiert rund um Justitia sowie auf dessen Oberfläche vollständig autonom

Es wird vermutet, dass 269 Justitia im fernen Kuipergürtel im äußeren Sonnensystem entstanden ist. Daher könnte der Asteroid Hinweise darauf bewahren, wie Wasser und organisches Material bei der Entstehung der Planeten verteilt wurden

Sehen Sie sich den EMA-Herofilm hier an

ABU DHABI, Vereinigte Arabische Emirate --(BUSINESS WIRE)-- 05.10.2026 --

Das Technology Innovation Institute (TII) hat die in den Vereinigten Arabischen Emiraten entwickelte und gebaute Sonde für die „Emirates Mission to the Asteroid Belt“ (EMA) vorgestellt. Die Sonde wird demnächst nach Colorado, USA, transportiert, wo sie mit dem Raumfahrzeug MBR Explorer integriert wird, dessen Start für 2028 geplant ist. Erstmals in der Geschichte wird die Sonde des TII zwei Planeten und sieben Asteroiden abbilden. Dabei wird sie an sechs Asteroiden im Hauptgürtel vorbeifliegen, bevor die Mission in einem Rendezvous und einer Landung auf dem siebten Asteroiden, 269 Justitia, ihren Höhepunkt findet. Sofern die Mission gelingt, wird Justitia erst der siebte Asteroid in der Geschichte sein, dessen Oberfläche von der Sonde erreicht wird.

Diese Pressemitteilung enthält multimediale Inhalte. Die vollständige Mitteilung hier ansehen: https://www.businesswire.com/news/home/20261006548466/de/

Die vollständig von TIIs Propulsion and Space Research Center in Abu Dhabi in Zusammenarbeit mit der UAE Space Agency sowie HEX20, der Khalifa University und dem National Space Science and Technology Center der UAE University entwickelte, gebaute und getestete Sonde ist die einzige abkoppelbare Nutzlast der Mission. Sie wird sich vom MBR Explorer trennen, um am weitesten entfernten Punkt der Mission Kontakt mit der Oberfläche von Justitia aufzunehmen. Dabei wird sie im tiefen Weltraum völlig autonom agieren, Nahaufnahmen machen und die Oberfläche aufgraben, um neue Erkenntnisse über deren Zusammensetzung und physikalische Eigenschaften zu gewinnen. Es wird vermutet, dass sich 269 Justitia im Kuipergürtel gebildet hat, bevor der Asteroid während der Frühphase der Entstehung des Sonnensystems in den Hauptgürtel migrierte.

H.E. Faisal Al Bannai, Generalsekretär des Advanced Technology Research Council, der Regierungsbehörde von Abu Dhabi, die TII beaufsichtigt, und Mitglied des UAE Supreme Space Council, kommentierte: „Wenn man ernsthafte technologische Fähigkeiten aufbauen will, stellt man sich einer Aufgabe, die einen dazu zwingt, die Grenzen des Möglichen zu testen. Für diese Mission bedeutet das eine Sonde, die im tiefen Weltraum eigenständig Entscheidungen treffen und agieren muss. Genau diese Technologie haben unsere Teams hier in den VAE entwickelt. Die Mission liegt zwar noch vor uns, aber wir haben bereits erweitert, was wir zu bauen imstande sind. So wachsen souveräne Fähigkeiten. Wir lösen ein schwieriges Problem und nehmen danach ein noch größeres ins Visier.“

269 Justitia gehört zu den rötesten Körpern, die jemals im Hauptgürtel beobachtet wurden. Sein Spektrum ähnelt eher dem von Objekten im Kuipergürtel jenseits des Neptun als dem benachbarter Asteroiden. Das legt nahe, dass er im kalten äußeren Sonnensystem entstanden sein könnte – jenseits der Entfernung, ab der Methan und Methanol gefrieren – und früh in der Geschichte des Sonnensystems nach innen auf seine heutige Umlaufbahn im Asteroiden-Hauptgürtel gewandert ist. Es wird vermutet, dass seine Oberfläche mit komplexem organischem Material bedeckt ist, das durch die Bestrahlung dieses Eises entstanden ist. Einen solchen Körper zu erreichen, ohne eine zehnjährige Reise zum Kuipergürtel selbst, verschafft der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft Zugang zu Material, das andernfalls praktisch unerreichbar wäre. Hinzu kommen Erkenntnisse darüber, wie Wasser und flüchtige Stoffe bei der Entstehung der Planeten verteilt wurden.

Dr. Najwa Aaraj, Chief Executive Officer, TII, sagte: „Die EMA-Sonde zeigt, was möglich wird, wenn fortschrittliche Forschung in einsatzbereite Ingenieurslösungen überführt wird. Unsere Teams am TII haben ein System entwickelt, das extremen Bedingungen standhält, mit außergewöhnlicher Präzision arbeitet und Milliarden Kilometer von der Erde entfernt wissenschaftlich relevante Daten liefert. Die Mission ist nicht nur ein Beleg für das hohe Niveau unserer Talente, sondern auch für die umfassenden wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Fähigkeiten, die die VAE aufgebaut haben, um zu einigen der ehrgeizigsten Weltraummissionen der Welt beizutragen.“

Das Raumfahrzeug MBR Explorer wird innerhalb von acht Jahren rund 5 Milliarden Kilometer zurücklegen. Dabei nutzt es Gravity-Assist-Manöver an Venus, Erde und Mars und führt Vorbeiflüge an sechs Asteroiden durch, bevor es 269 Justitia erreicht. Der Start ist für März 2028 in Japan geplant, und zwar innerhalb eines engen, dreiwöchigen Startfensters, das auf die interplanetaren Bedingungen abgestimmt ist. Da sich das Raumfahrzeug selbst der Oberfläche nicht gefahrlos auf wenige Kilometer nähern kann, wird sich die Sonde abtrennen, auf der Oberfläche aufsetzen und die nächsten Beobachtungen der Mission liefern.

Dr. Elias Tsoutsanis, Chief Researcher, Propulsion and Space Research Center, TII, sagte: „Die ingenieurtechnische Herausforderung besteht nicht nur darin, Justitia zu erreichen, sondern sicherzustellen, dass die Sonde eine achtjährige Reise übersteht und genau dann präzise funktioniert, wenn es am meisten darauf ankommt. Jedes Element – von der Hardware und dem thermischen Design bis hin zur Software an Bord – wurde für diese entscheidende Begegnung entwickelt und getestet.“

Die Sonde operiert während der gesamten Mission vollständig autonom und erhält nach dem Start keine Befehle von der Erde oder vom Raumfahrzeug MBR Explorer. Ihre Bordsoftware entscheidet, wann Aufnahmen gemacht werden, wie viele Bilder erfasst werden und welche davon behalten werden. Diese Fähigkeit beruht auf dem vom TII entworfenen und entwickelten digitalen Prozessormodul – der Platine, die für die Datenverarbeitung, die Bildauswahl und das Energiemanagement der Sonde zuständig ist. Die Sonde beginnt ihre Arbeit bereits vor Erreichen von Justitia. So nimmt sie während des gesamten Fluges zusammen mit den anderen Nutzlasten der Raumsonde Bilder auf und sendet etwa alle sechs Monate Daten zurück. Zwei Kameras – eine Weitwinkel- und eine Telekamera – liefern sowohl Kontextaufnahmen als auch hochauflösende Daten.

Dr. Anton Ivanov, Principal Investigator und Executive Director, Propulsion and Space Research Center, TII, sagte: „Das Besondere an dieser Sonde ist der hohe Grad an Autonomie, der in ein derart kompaktes System integriert wurde. Nach dem Start muss sie weit entfernt von der Erde selbstständig Daten erfassen, Entscheidungen treffen und agieren. Das Programm hat zudem dazu beigetragen, emiratische Ingenieure auszubilden und die fortschrittlichen Kompetenzen auszubauen, die für den Aufbau eines international wettbewerbsfähigen Ökosystems für Weltraumtechnologie in den VAE erforderlich sind.“

Nach seiner Ankunft wird das Raumfahrzeug MBR etwa sieben Monate lang Justitia umkreisen, beginnend in 250 Kilometern Höhe und über eine Reihe immer niedrigerer Umlaufbahnen absinken. Die Sonde wird Anfang 2036 bei einem Überflug in geringer Höhe ausgesetzt, bevor sie absinkt und auf der Oberfläche aufsetzt. Dabei nimmt sie fortlaufend Bilder auf und überträgt sie an das darüber befindliche Raumfahrzeug. Anhand dieser Aufnahmen können Wissenschaftler dann Material unterhalb der Oberflächenschicht untersuchen, das sich aus dem Orbit nicht charakterisieren lässt.

EMA ist die zweite interplanetare Mission der VAE und die erste, bei der die Raumsonde selbst im Land entwickelt, konstruiert, montiert und getestet wurde. Die Mission ist Teil eines umfassenderen nationalen Engagements für diesen Sektor. Im Mai 2026 genehmigte der Supreme Space Council ein internationales Weltraum-Kooperationsprogramm im Wert von 1 Milliarde AED, das darauf abzielt, Forschungseinrichtungen der VAE mit internationalen Partnern zu vernetzen, fortschrittliche Weltraumtechnologien im Land anzusiedeln und emiratische Talente im Rahmen der National Space Strategy 2031 zu fördern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.tii.ae

Quelle: AETOSWire

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

Thushara Mohanan, thushara.mohanan@tii.ae

© 2000-2026 DZ BANK AG. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen |
2026 Infront Financial Technology GmbH