Börseninformationen

26.07.2026 13:35:00 - ROUNDUP: Tote, Verletzte, Schäden - Moskaus Angriffe in der Ukraine

KIEW/CHARKIW (dpa-AFX) - Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Angriffen aus der Luft überzogen. In der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurde eine 40 Jahre alte Frau bei einer Attacke getötet, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mitteilte. Verletzt wurden demnach neun Menschen, darunter auch ein zehnjähriger Junge.

In der Hauptstadt Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge mindestens drei Menschen verletzt. Der ukrainische Zivilschutz teilte am Morgen mit, dass es Feuer in drei Stadtteilen infolge russischen Beschusses gegeben habe, die alle gelöscht worden seien. Demnach brannten ein Lagerhaus, elf Fahrzeuge, ein vierstöckiges Gebäude und ein Nichtwohngebäude.

Russland attackierte das Nachbarland dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mit acht Raketen und Marschflugkörpern sowie 136 Drohnen. Insgesamt habe Moskaus Militär in dieser Woche fast 1.700 Drohnen, mehr als 1.630 Gleitbomben und 95 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt, wobei es sich bei mehr als der Hälfte um ballistische Raketen handele, teilte Selenskyj mit. Er warf Russland ballistischen Terror vor.

Selenskyj: Ukraine braucht Abfangraketen

Deswegen sei es wichtig, dass Abwehrsysteme rechtzeitig geliefert würden. Jede Abfangrakete trage dazu bei, Menschenleben zu retten, wenn sie in der Ukraine sei und nicht in den Lagern der Partner seines Landes. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren als Marschflugkörper, die von den Angreifern besser manövriert werden können und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr zu erfassen sind.

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe auf Kiew. Es habe Rüstungsfabriken attackiert, teilte es mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Selenskyj hatte am Freitag vor einem neuen massiven russischen Raketenangriff innerhalb von 48 Stunden gewarnt./ksr/DP/zb


Quelle: dpa-AFX

© 2000-2026 DZ BANK AG. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen |
2026 Infront Financial Technology GmbH