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Warum sind Kursschwankungen überdurchschnittlich hoch?

Knock-Outs sind bei Anlegern nicht nur wegen ihrer Transparenz, sondern auch wegen ihrer Hebelwirkung beliebt.

Aufgrund ihrer Struktur bilden Hebelprodukte die Kursveränderung des Basiswerts, also einer Aktie, Index oder Währung, fast identisch eins zu eins ab. Steigt oder fällt der Basiswert um einen Punkt oder einen Euro, dann steigt auch der Long (Call) oder fällt der Short (Put) unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses ungefähr um einen Euro.
Da das Aufgeld bei einem Knock-Out wesentlich geringer ist als bei einem Optionsschein und der Kapitaleinsatz niedriger ist als bei einem Direktinvestment in den Basiswert, besteht ein wesentlich höherer Hebel als bei Optionsscheinen.

Da der aktuelle KO-Preis in die Berechnung mit eingeht, verändert sich der Hebel ständig.

Aktueller Hebel = Kurs des Basiswerts*Bezugsverhältnis/Kurs des KOs

Je weiter sich der Kurs des Basiswerts von der Knock-Out-Schwelle entfernt, um niedriger wird der Hebel. Auf der anderen Seite nimmt der Hebel natürlich zu, wenn die Position an Wert verliert und sich der Basiswert der Knock-Out-Schwelle annähert.

Mit anderen Worten: Je näher sich der Kurs des Basiswerts also der Knock-Out-Barriere annähert, um so größer wird der Hebel und um so stärker werden die Kursschwankungen. Damit nimmt auch das Risiko eines Totalverlusts durch die Verletzung der Knock-Out-Schwelle zu. Um sich die Chance auf einen Restwert zu erhalten, empfiehlt sich ein strenges Money-Management mit einem eigenen Stop-Loss vor der Knock-Out-Schwelle oder die Wahl eines Stop-Loss-Produktes.

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