Was ist ein Strike (Basispreis)?

Wie der Optionsschein ist auch das Knock-Out mit einem Basispreis ausgerüstet. Dieser auch als Ausübungspreis, Bezugspreis oder Strike bezeichnete Preis wird von den Emittenten festgelegt und hat bei den Knock-Out-Produkten zwei Funktionen:

1. Der Basispreis gilt als Grundlage zur Berechnung des aktuellen Preises des Knock-Out-Produkts. Die positive Differenz zum aktuellen Kurs des Basiswerts ergibt unter Berücksichtigung der Bezugsmenge und des Aufgelds den aktuellen Preis des Hebel-Produktes.

Die Preise für Knock-Outs lassen sich folgendermaßen errechnen:

Preis KO- long (call)
= (Kurs Basiswert - Basispreis)* Bezugsmenge + Aufgeld

Preis KO- short (put)
= (Basispreis - Kurs Basiswert) * Bezugsmenge - Abgeld

Am Ende der Laufzeit entscheidet diese Kursmarke über den Wert des Knock-Out-Produkts. Bei einem Long (Call) hat der Anleger theoretisch das Recht, den Basiswert (Aktie, Index, Rohstoff, Währung) zu kaufen, bei einem Put zu verkaufen. Da die Hebelprodukte von den Anlegern zur Ausnutzung kurzer bis mittelfristiger Kursbewegungen genutzt werden, wird das Ausübungsrecht nur selten wahrgenommen.

Bei Knock-Outs mit Basispreis und vorgelagerter Stop-Loss-Barriere errechnet der Emittent aus der positiven Differenz zwischen Barriere und Basispreis den Rückzahlungsbetrag im Falle eines Knock-out's.

2. Der Basispreis entspricht bei einigen Knock-Out-Produkten der Knock-Out-Barriere. Erreicht oder unterschreitet der Long- KO während der Handelszeit diese Barriere, verfallen diese Zertifikate wertlos vor Ablauf der Laufzeit. Short- KO gehen vorzeitig K.o., wenn der Basiswert die KO-Barriere während des Handels berührt oder überschreitet. Der Hintergrund: Theoretisch hinterlegt der Anleger beim Kauf eines Knock-Outs wie bei einer Futures-Position einen Sicherheitsbetrag (Margin), da er am Anfang nur einen Teilbetrag bezahlt. Läuft der Kurs gegen den Anleger, muss er theoretisch einen Nachschuss leisten. Da dies bei einem Knock-Out nicht möglich ist, haben die Emittenten die Knock-Out-Barriere konstruiert. Sie verhindert eine Nachzahlung, wenn die theoretisch geleisteten Sicherheiten aufgebraucht sind. Der K.o. erfolgt dann, wenn der Wert der Position also aufgebraucht ist.

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